Lungenvolumenreduktion (LVR): Indikation und Verfahren
Hintergrund
Das schwere Lungenemphysem ist durch eine irreversible Überblähung der Lunge gekennzeichnet, die zu starker Atemnot und eingeschränkter Belastbarkeit führt. Wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind, kommen interventionelle Verfahren in Betracht.
Der IQWiG-Bericht N14-04 untersucht den Nutzen und Schaden von chirurgischen und bronchoskopischen Verfahren zur Lungenvolumenreduktion (LVR). Verglichen werden diese Interventionen mit einer konservativen Behandlung oder anderen LVR-Verfahren.
Ziel der Bewertung ist es, die Auswirkungen auf patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Symptomatik, körperliche Belastbarkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität zu analysieren.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht weist auf eine wichtige zeitliche Diskrepanz bei der chirurgischen Lungenvolumenreduktion hin. Während mittelfristig über fünf Jahre ein Überlebensvorteil beschrieben wird, besteht im ersten Jahr nach dem Eingriff ein Beleg für eine erhöhte Gesamtmortalität. Dies sollte bei der Aufklärung über die Risiken des Eingriffs berücksichtigt werden.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht gibt es kurzfristig bis zu einem Jahr nach der Operation einen Beleg für eine erhöhte Gesamtmortalität. Im Fünf-Jahres-Verlauf zeigt sich jedoch ein Hinweis auf einen Nutzen durch eine verringerte Sterblichkeit.
Die Datenlage für alle bronchoskopischen Verfahren wird insgesamt als wenig aussagekräftig bewertet. Für endobronchiale Ventile und Spiralen werden zwar Hinweise auf einen Nutzen beschrieben, diese gehen jedoch mit Belegen für vermehrte unerwünschte Wirkungen einher.
Der Bericht identifiziert eine Subgruppe von Patienten mit einem pulmonalen Restvolumen von mindestens 225 Prozent des Sollwerts. Für diese Gruppe wird ein Beleg für einen Nutzen hinsichtlich der körperlichen Belastbarkeit abgeleitet.
Es wird ein Anhaltspunkt für einen Nutzen der VATS im Vergleich zur medianen Sternotomie beschrieben. Dieser Vorteil zeigt sich in einer kürzeren Dauer des Krankenhausaufenthalts.
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Quelle: IQWiG N14-04: Verfahren zur Lungenvolumenreduktion beim schweren Lungenemphysem (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung, nicht ärztlich geprüft. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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