High-Flow-Therapie (HFT): Indikation bei COPD und CRI
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht untersucht den Nutzen der High-Flow-Therapie (HFT) zur Selbstanwendung bei fortgeschrittener chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder chronischer respiratorischer Insuffizienz (CRI). Die HFT verabreicht über eine Nasensonde erwärmte und befeuchtete Raumluft mit hohen Flussraten, oft kombiniert mit Sauerstoff. Ziel ist die Unterstützung der Atmung und Sekretelimination im häuslichen Umfeld.
In fortgeschrittenen Stadien einer COPD kann sich eine CRI entwickeln. Der Bericht unterscheidet dabei folgende Typen:
| Insuffizienz-Typ | Blutgasveränderung | Etablierte Standardtherapie |
|---|---|---|
| Typ 1 (pulmonale Insuffizienz) | Hypoxämie | Langzeitsauerstofftherapie (LTOT) |
| Typ 2 (ventilatorische Insuffizienz) | Hypoxämie + Hyperkapnie | Nicht invasive Beatmung (NIV) |
💡Praxis-Tipp
Der Bericht betont, dass die Pathophysiologie und die Standardtherapien bei chronischer respiratorischer Insuffizienz Typ 1 und Typ 2 grundlegend verschieden sind. Es wird darauf hingewiesen, dass die High-Flow-Therapie (HFT) zwar das Potenzial für eine Behandlungsalternative bietet, ein Zusatznutzen gegenüber den etablierten Standardtherapien jedoch aktuell nicht belegt ist. Indikationsübergreifend lässt die Datenlage laut IQWiG jedoch keinen Schaden durch die HFT erwarten.
Häufig gestellte Fragen
Bei der respiratorischen Insuffizienz Typ 1 (Hypoxämie) kann Sauerstoff nicht ausreichend aufgenommen werden. Bei Typ 2 kommt es laut Bericht zusätzlich zu einer Anreicherung von Kohlenstoffdioxid (Hyperkapnie).
Laut IQWiG-Bericht gibt es aktuell keinen Beleg für einen höheren Nutzen oder Schaden der HFT im Vergleich zur Standard-Sauerstofftherapie. Es wird jedoch ein Potenzial als Behandlungsalternative gesehen.
Der Bericht stellt fest, dass sich auf Basis der aktuellen Datenlage weder ein Nutzen noch ein Schaden der HFT im Vergleich zur nicht invasiven Beatmung (NIV) belegen lässt. Eine Gleichwertigkeit kann aufgrund unzureichender Studiendaten derzeit nicht abschließend bewertet werden.
In den vom IQWiG ausgewerteten Studien zur Langzeitanwendung betrug die empfohlene Flussrate der HFT meist 20 bis 25 l/min. Bei der Anwendung unter körperlicher Belastung wurden Flussraten von bis zu 50 oder 60 l/min eingesetzt.
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die vorliegenden Daten indikationsübergreifend keinen Schaden durch die HFT erwarten lassen. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten in den untersuchten Studien nicht gehäuft auf.
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Quelle: IQWiG N20-02: High-Flow-Therapie zur Selbstanwendung bei fortgeschrittener COPD oder chronischer respiratorischer Insuffizienz Typ 1 (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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