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S3-Leitlinie Mammakarzinom: Updates & Aufklärung (DKG)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Leitlinienprogramm Onkologie (DKG/AWMF/Deutsche Krebshilfe) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Version 4.4 integriert neue Empfehlungen zu CDK4/6-Inhibitoren bei HR-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom.
  • Ein zentraler Fokus liegt auf der Deeskalation von operativer Therapie und Strahlentherapie.
  • Die partizipative Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) und verständliche Patientenaufklärung sind essenziell.
  • Prämenopausale Patientinnen müssen zwingend über Fertilitätserhalt und Antikonzeption aufgeklärt werden.
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Hintergrund

Die S3-Leitlinie zum Mammakarzinom (Version 4.4) des Leitlinienprogramms Onkologie definiert die Standards für Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Ein wesentlicher Fokus der aktuellen Updates liegt auf der Deeskalation lokaler Therapien sowie der Integration neuer systemischer Therapieoptionen.

Wichtige Neuerungen der Leitlinie

Die Version 4.4 (Amendment) beinhaltet spezifische Aktualisierungen aufgrund der Zulassung neuer Medikamente:

  • Systemische Therapie: Überarbeitung der Empfehlungen für prä-, peri- und postmenopausale Patientinnen mit positivem Hormonrezeptorstatus (HR+) und negativem HER2-Status aufgrund der Zulassung mehrerer CDK4/6-Inhibitoren.

Bereits in der Version 4.0 wurden weitreichende Änderungen zur Deeskalation und Individualisierung vorgenommen:

BereichWesentliche Neuerungen
Operative TherapieSenkung der Radikalität (Verringerung des Sicherheitsabstandes, Verzicht auf Axilladissektion unter definierten Bedingungen)
StrahlentherapieDeeskalierende Strategien, insb. im Alter (Hypofraktionierung, alleinige Teilbrustbestrahlung)
SystemtherapieVerlängerte adjuvante endokrine Therapie (5-10 Jahre)
PathologieHinzunahme von Ki-67 und Multigenassays als Prognosefaktoren
StagingCT Thorax/Abdomen explizit bei hohem Rückfall-/Metastasierungsrisiko
LebensstilEmpfehlungen zu körperlicher Aktivität und Gewichtsreduktion zur Senkung des Rückfallrisikos

Patientinneninformation und Aufklärung

Die Autonomie der Patientin ist das höchste Gut. Eine ergebnisoffene Aufklärung und die partizipative Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) sind zwingende Voraussetzungen für ärztliches Handeln.

Grundprinzipien der Kommunikation

Die Vermittlung von Informationen soll nach den Prinzipien der patientenzentrierten Kommunikation erfolgen (Empfehlungsgrad A):

  • Ausdruck von Empathie und aktives Zuhören
  • Direktes und einfühlsames Ansprechen schwieriger Themen
  • Vermeidung von medizinischem Fachvokabular bzw. Erklärung von Fachbegriffen
  • Nutzung von Strategien zur Verständnisverbesserung (Zusammenfassungen, Grafiken)
  • Ermutigung, Fragen zu stellen und Gefühle auszudrücken

Expertenkonsens: Der Wunsch der Patientin, Vertrauenspersonen (Partner, Angehörige) in Gespräche einzubeziehen, sollte aktiv erfragt werden.

Inhalte des Therapieaufklärungsgesprächs

Das Aufklärungsgespräch sollte folgende Aspekte umfassen (Expertenkonsens):

TherapiebereichAufklärungsinhalte
OperationBrusterhaltende Therapie (mit obligater Radiotherapie) vs. ablative Therapie; Rekonstruktionsmöglichkeiten
SystemtherapieZiele (neoadjuvant, adjuvant, palliativ), Dauer, Nebenwirkungen und deren Behandlung
StrahlentherapiePrinzipien, Dauer, Akut- und Spätfolgen
Supportiv/SonstigesProphylaxe von Fatigue, Übelkeit, Lymphödem; Nachsorge, Rehabilitation, Psychoonkologie

Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Aufklärung prämenopausaler Frauen: Hier müssen der Einfluss der Therapie auf die Fertilität, Fragen der Antikonzeption sowie Möglichkeiten fertilitätserhaltender Maßnahmen besprochen werden.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie bei der Risiko- und Nutzenkommunikation absolute Häufigkeiten statt relativer Prozentangaben, um das Verständnis der Patientin zu verbessern.

Häufig gestellte Fragen

Die Version 4.4 aktualisiert primär die systemische Therapie bei HR-positivem, HER2-negativem Brustkrebs aufgrund der Zulassung neuer CDK4/6-Inhibitoren.
Prämenopausale Frauen müssen zwingend über den Einfluss der Therapie auf die Fertilität, Antikonzeption und Möglichkeiten fertilitätserhaltender Maßnahmen aufgeklärt werden.
Sie ermöglicht eine von Arzt und Patientin gemeinsam getragene Therapieentscheidung, die auf umfassender Information und den individuellen Präferenzen der Patientin basiert.

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