Lagerungstherapie & Mobilisation auf ITS: Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Lagerungstherapie und Frühmobilisation sind essenzielle Bestandteile der intensivmedizinischen Behandlung. Sie zielen darauf ab, pulmonale Komplikationen zu vermeiden und den Abbau von Muskelmasse sowie funktionelle Einschränkungen bei kritisch Erkrankten zu minimieren.

Die vorliegende S3-Leitlinie der AWMF aktualisiert die Empfehlungen basierend auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie richtet sich an das gesamte interprofessionelle Behandlungsteam auf Intensivstationen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der differenzierten Anwendung von Oberkörperhoch-, Seiten- und Bauchlagerung. Zudem werden klare Kriterien für den sicheren Beginn und die Durchführung einer Frühmobilisation definiert.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass eine laufende Katecholamintherapie keine absolute Kontraindikation für eine Bauchlagerung darstellt, sofern der Volumenstatus vorab optimiert wurde. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die flache Rückenlage als ungeeignete Dauerposition vermieden werden sollte. Eine medizinisch notwendige Immobilisation bedarf immer einer expliziten ärztlichen Anordnung.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine Bauchlagerung von mindestens 12 Stunden pro Tag. Vorzugsweise sollte die Maßnahme für 16 Stunden aufrechterhalten werden.

Laut Leitlinie sollte die Mobilisation von kritisch Erkrankten innerhalb der ersten 72 Stunden nach Aufnahme auf die Intensivstation gestartet werden. Dies gilt, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.

Es wird empfohlen, auch unter ECMO-Therapie eine Frühmobilisation durchzuführen. Dies sollte jedoch stets nach Absprache im interprofessionellen Team erfolgen.

Die Leitlinie nennt unter anderem einen SpO2-Abfall unter 86 % oder einen Abfall des mittleren arteriellen Drucks unter 60 mmHg als Abbruchkriterien. Auch ein Herzfrequenz-Anstieg von über 30 % erfordert ein Pausieren der Maßnahme.

Bei nicht-invasiv beatmeten Personen mit COVID-19 und akut hypoxischem Lungenversagen wird eine Bauchlagerung im Wachzustand empfohlen. Für andere Erkrankungen kann derzeit keine generelle Empfehlung ausgesprochen werden.

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Quelle: Lagerungstherapie und Mobilisation von kritisch Erkrankten auf Intensivstationen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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