SHBG Laborwert: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Sexualhormon-bindende Globulin (SHBG) ist ein in der Leber produziertes Transportprotein. Es bindet, speichert und transportiert männliche Sexualhormone wie Testosteron und Dihydrotestosteron sowie weibliche Östrogene im Blut.

Da Steroidhormone wie Testosteron fettlöslich sind, benötigen sie Transportproteine, um im Blutkreislauf zirkulieren zu können. Etwa 60 Prozent des Testosterons sind im Körper an SHBG gebunden.

Die laborchemische Bestimmung von SHBG dient als wichtige Zusatzuntersuchung bei der Abklärung von Geschlechtshormonstörungen. Sie ermöglicht die Berechnung des freien, biologisch aktiven Hormonanteils, was besonders zur Beurteilung eines Hormonmangels relevant ist.

Empfehlungen

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at (2026) beschreibt den Einsatz der SHBG-Bestimmung im Rahmen der Hormon- und Fertilitätsdiagnostik.

Ursachen für abweichende SHBG-Werte

Laut Quelle können erhöhte SHBG-Werte durch verschiedene Faktoren bedingt sein:

  • Lebererkrankungen wie Leberzirrhose

  • Hoden- und Ovarialtumore

  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

  • Einnahme hormoneller Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapie

  • Schwangerschaft und steigendes Lebensalter

Für erniedrigte SHBG-Werte werden folgende mögliche Ursachen aufgeführt:

  • Adipositas (Fettleibigkeit)

  • Schilddrüsenunterfunktion

  • Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust

  • Lebererkrankungen und Eiweißmangelernährung

Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch

Die Leitlinie betont, dass vor einer Blutuntersuchung ein ausführliches ärztliches Gespräch zur Anamnese erfolgen sollte. Es wird unterschieden zwischen primärer Sterilität, sekundärer Sterilität und Infertilität.

Für die Ursachenabklärung wird je nach Geschlecht eine spezifische Diagnosestrategie beschrieben:

  • Bei Frauen: Anamnese, Basaltemperaturmessung, gynäkologische Untersuchung, Infektions- und Hormondiagnostik sowie genetische Abklärung.

  • Bei Männern: Anamnese, urologische Untersuchung, Spermiogramm, Infektions- und Hormondiagnostik sowie genetische Abklärung.

Referenzwerte

Die Quelle gibt folgende Orientierungswerte für SHBG im Blut an. Es wird darauf hingewiesen, dass diese je nach Labor und Testmethode variieren können.

PatientengruppeAlterReferenzbereich
Männerbis 18 Jahre10–40 nmol/L (pubertätsabhängig)
Männerüber 18 Jahre10–40 nmol/L
Frauenbis 18 Jahre26–110 nmol/L
Frauen (prämenopausal)über 18 Jahre26–110 nmol/L
Frauen (postmenopausal)über 18 Jahre14–69 nmol/L
Frauen (orale Kontrazeption)über 18 Jahre> 110 nmol/L
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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die alleinige Bestimmung des Gesamttestosterons bei Verdacht auf einen Hormonmangel oft nicht ausreicht. Es wird beschrieben, dass erst die zusätzliche Messung von SHBG die Berechnung des freien, biologisch aktiven Hormonanteils ermöglicht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle kann ein erhöhter SHBG-Wert unter anderem durch Leberzirrhose, Schilddrüsenüberfunktion, hormonelle Verhütungsmittel oder eine Schwangerschaft verursacht werden. Auch mit steigendem Lebensalter nehmen die Werte generell zu.

Die Leitlinie erklärt, dass etwa 60 Prozent des Testosterons an SHBG gebunden sind. Die zusätzliche Messung von SHBG erlaubt die Berechnung des freien, biologisch aktiven Testosterons, was für die Beurteilung eines Mangels entscheidend ist.

Ein erniedrigter Wert kann gemäß der Quelle auf Adipositas, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust hindeuten. Auch Eiweißmangelernährung wird als mögliche Ursache genannt.

Neben der Hormondiagnostik (inklusive SHBG) werden laut Leitlinie gynäkologische Untersuchungen, Basaltemperaturmessungen sowie Infektions- und genetische Diagnostik eingesetzt. Zuvor sollte immer eine ausführliche Anamnese erfolgen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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