17-ß-Östradiol (Estradiol) Laborwert: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf den Informationen des Gesundheitsportals Gesundheit.gv.at zum Laborwert 17-ß-Östradiol (Estradiol, E2). Östradiol ist das wirksamste und wichtigste Östrogen der geschlechtsreifen Frau.

Es wird primär in den Eierstöcken unter dem Einfluss des follikelstimulierenden Hormons (FSH) gebildet. Die Steuerung unterliegt einem negativen Rückkopplungsmechanismus über das Zwischenhirnhormon GnRH und das Hypophysenhormon FSH.

Zu den biologischen Hauptwirkungen von Östradiol zählen das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut in der ersten Zyklushälfte sowie das Knochenwachstum. Zudem ist es für die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane und die typische Fettverteilung verantwortlich.

Empfehlungen

Indikationen zur Bestimmung

Laut der Quelle wird die Messung von Östradiol im Blut für verschiedene klinische Fragestellungen herangezogen. Zu den Hauptindikationen zählen:

  • Abklärung von Störungen der Pubertätsentwicklung oder des Menstruationszyklus

  • Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch (Fertilitätsdiagnostik)

  • Verlaufskontrolle einer Hormonersatztherapie

  • Tumordiagnostik

Interpretation abweichender Laborwerte

Das Dokument führt spezifische Ursachen für veränderte Östradiol-Konzentrationen im Blut auf. Erhöhte Werte können unter anderem durch folgende Faktoren bedingt sein:

  • Vorzeitige Pubertät bei Mädchen oder Schwangerschaft

  • Überdosierung östrogenhaltiger Medikamente

  • Beginn des Klimakteriums oder hormonproduzierende Tumoren

Erniedrigte Östradiol-Werte weisen laut Text auf eine primäre Ovarialinsuffizienz (Erkrankungen der Eierstöcke) hin. Alternativ kann eine sekundäre Ovarialinsuffizienz vorliegen, beispielsweise durch die Einnahme von Ovulationshemmern oder Erkrankungen von Hypophyse beziehungsweise Hypothalamus.

Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch

Im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik wird ein strukturiertes Vorgehen beschrieben. Zunächst erfolgt eine genaue Anamnese zur Unterscheidung zwischen primärer Sterilität, sekundärer Sterilität und Infertilität.

Für die weiterführende Abklärung bei Frauen werden folgende diagnostische Schritte aufgeführt:

  • Gynäkologische Untersuchungen und Basaltemperaturmessungen

  • Infektionsdiagnostik (unter anderem Chlamydien, Herpes)

  • Hormondiagnostik (Schilddrüsen-, Hypophysen-, Keimdrüsen- und Nebennierenrindenhormone)

  • Untersuchung der Blutgerinnung und genetische Diagnostik

Referenzwerte

Die nachfolgenden Referenzwerte dienen laut Quelle als Orientierungshilfe. Es wird betont, dass die Interpretation stets im individuellen klinischen Zusammenhang erfolgen muss.

PatientengruppeAlterReferenzwert
Männerbis 18 Jahre< 40 pg/mL
Männerüber 18 Jahre< 40 pg/mL
Frauenbis 18 Jahrezyklusabhängig
Frauenüber 18 Jahrezyklusabhängig
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💡Praxis-Tipp

Laut dem Gesundheitsportal dienen die angegebenen Referenzwerte für Östradiol lediglich als Orientierungshilfe und variieren je nach Labor. Es wird betont, dass auch bei Werten außerhalb des Normbereichs völlige Gesundheit bestehen kann, während unauffällige Werte eine Erkrankung nicht sicher ausschließen. Die Interpretation der Laborergebnisse muss daher stets im individuellen klinischen Zusammenhang erfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Die Bestimmung wird laut Gesundheit.gv.at unter anderem bei Zyklusstörungen, unerfülltem Kinderwunsch oder Störungen der Pubertätsentwicklung durchgeführt. Auch zur Kontrolle einer Hormonersatztherapie oder in der Tumordiagnostik ist der Wert relevant.

Erniedrigte Werte können auf eine primäre Ovarialinsuffizienz, also eine direkte Erkrankung der Eierstöcke, hindeuten. Das Dokument nennt zudem sekundäre Ursachen wie die Einnahme der Anti-Baby-Pille oder Erkrankungen von Hypophyse und Hypothalamus.

Erhöhte Werte treten laut Quelle natürlicherweise während einer Schwangerschaft oder zu Beginn der Wechseljahre auf. Weitere mögliche Ursachen sind eine Überdosierung von östrogenhaltigen Medikamenten oder hormonproduzierende Tumoren.

Neben Östradiol umfasst die Hormondiagnostik bei Frauen laut Text auch die Überprüfung der Schilddrüsen-, Hypophysen- und Nebennierenrindenhormone. Bei Männern werden primär Schilddrüsen-, Hypophysen- und Keimdrüsenhormone bestimmt.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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