Laborwert Dihydrotestosteron (DHT): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen von Gesundheit.gv.at. Dihydrotestosteron (DHT) ist die biologisch wirksamste Form des männlichen Sexualhormons Testosteron. Es entsteht in peripheren Geweben wie der Prostata und der Haut durch die Umwandlung von Testosteron.
Die Bildung von Testosteron wird über einen Regelkreis aus GnRH (Zwischenhirn) und LH (Hypophyse) gesteuert. Während der Testosteronspiegel starken tageszeitlichen Schwankungen unterliegt und im Alter abnimmt, weist DHT keine tageszeitlichen Schwankungen auf.
Der DHT-Spiegel im Blut entspricht etwa zehn Prozent des Gesamt-Testosteronspiegels. Das Hormon fördert unter anderem die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane, das Muskel- und Knochenwachstum sowie den Geschlechtstrieb.
Empfehlungen
Indikationen zur Bestimmung
Laut Leitlinie wird die Bestimmung von Dihydrotestosteron im Blut aus folgenden Gründen durchgeführt:
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Abklärung von Störungen der Pubertätsentwicklung
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Fertilitätsdiagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch
Ursachen für abweichende Werte
Für erhöhte DHT-Werte kommen gemäß der Quelle folgende Ursachen infrage:
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Testosteronzufuhr (Doping)
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Testosteronproduzierende Tumoren
Für erniedrigte DHT-Werte werden folgende mögliche Ursachen genannt:
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Hypogonadismus (zum Beispiel Klinefelter-Syndrom)
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Lebererkrankungen (wie Leberzirrhose)
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Gestörte periphere Konversion von Testosteron zu DHT
Referenzwerte
Die Leitlinie gibt folgende Orientierungswerte für die Labordiagnostik an:
| Personengruppe | Referenzbereich |
|---|---|
| Männer über 18 Jahre | 250–750 ng/L |
| Männer bis 18 Jahre | Abhängig vom Beginn der Pubertät |
Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch
Die Leitlinie beschreibt unterschiedliche Diagnosestrategien je nach Geschlecht. Bei Männern umfasst die Abklärung unter anderem:
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Ausführliche Anamnese und urologische Untersuchung
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Spermiogramm (physikalisch-chemisch, mikroskopisch-morphologisch und funktionell)
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Infektions- und Hormondiagnostik sowie genetische Untersuchungen
💡Praxis-Tipp
Im Gegensatz zu Testosteron unterliegt Dihydrotestosteron keinen tageszeitlichen Schwankungen. Es wird in der Leitlinie darauf hingewiesen, dass Referenzwerte stets in Zusammenhang mit individuellen Merkmalen wie Alter und Geschlecht sowie der Krankengeschichte interpretiert werden müssen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie ist die Bestimmung von Dihydrotestosteron bei Störungen der Pubertätsentwicklung sowie im Rahmen der Fertilitätsdiagnostik indiziert.
Für Männer über 18 Jahre gibt die Quelle einen Referenzbereich von 250 bis 750 ng/L an. Bei Männern unter 18 Jahren ist der Wert vom Beginn der Pubertät abhängig.
Erhöhte Werte können gemäß der Leitlinie durch eine externe Testosteronzufuhr, beispielsweise durch Doping, verursacht werden. Auch testosteronproduzierende Tumoren kommen als Ursache infrage.
Ein erniedrigter Wert kann auf einen Hypogonadismus wie das Klinefelter-Syndrom oder auf Lebererkrankungen wie eine Leberzirrhose hindeuten. Zudem kann eine gestörte periphere Konversion ursächlich sein.
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Quelle: Laborwert: Dihydrotestosteron (DHT) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.