Prolaktin (PRL): Gesundheitsportal Österreich

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Prolaktin (PRL) ist ein Hormon der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und zählt neben FSH und LH zur Gruppe der Gonadotropine. Seine Hauptfunktion entfaltet es im weiblichen Organismus, wo es das Wachstum der Brustdrüsen sowie die Produktion und Sekretion der Muttermilch fördert.

Zudem hemmt das Hormon bei Frauen den Menstruationszyklus während der Stillperiode. Beim Mann sind die Funktionen von untergeordneter Bedeutung, es wird jedoch mit dem Ermattungszustand nach dem Orgasmus in Verbindung gebracht.

Die Prolaktinbildung unterliegt starken tageszeitlichen Schwankungen mit erhöhten Werten in der Nacht. Reguliert wird das Hormon durch den Neurotransmitter Dopamin, welcher hemmend wirkt, sowie durch das Thyreotropin-Releasing-Hormon (TRH), das den Prolaktinspiegel im Blut steigert.

Empfehlungen

Das Gesundheitsportal Österreich formuliert folgende Kernaspekte zur Bestimmung von Prolaktin:

Indikationen zur Bestimmung

Die Leitlinie nennt spezifische medizinische Fragestellungen, bei denen eine Messung des Prolaktinwertes im Blut erforderlich ist.

Bei Frauen wird die Bestimmung in folgenden Fällen empfohlen:

  • Unerfüllter Kinderwunsch

  • Verdacht auf eine gestörte Funktion der Eierstöcke

  • Virilisierung (Vermännlichung) oder frühzeitige Pubertät

  • Abnorme Milchsekretion außerhalb der Stillperiode (Galaktorrhö)

Bei Männern ist die Diagnostik laut Quelle bei Verdacht auf eine gestörte Hodenfunktion (Hypogonadismus) indiziert.

Ursachen für abweichende Werte

Für erhöhte Prolaktinwerte werden verschiedene Ursachen angeführt. Dazu zählen Prolaktin-bildende Tumore (Prolaktinome), ein Mangel an hemmenden Faktoren wie Dopamin, Schilddrüsenunterfunktionen sowie Stress oder die Einnahme bestimmter Medikamente.

Erniedrigte Werte weisen gemäß der Quelle häufig auf Erkrankungen oder Funktionsstörungen der Hirnanhangsdrüse hin. Ursächlich können Verletzungen, Tumore, Operationen oder eine medikamentöse Behandlung mit Dopaminagonisten sein.

Funktionstests

Zur weiteren Abklärung einer gestörten Prolaktin-Bildung beschreibt der Text zwei spezifische Funktionstests:

  • Metoclopramid-Test: Prüft die Steigerung des Prolaktinwertes nach Gabe des Dopaminhemmers.

  • TRH-Test: Erfasst die normale, überschießende oder fehlende Steigerung des Prolaktins nach TRH-Gabe.

Fertilitätsdiagnostik

Im Rahmen eines unerfüllten Kinderwunsches wird ein strukturiertes Vorgehen beschrieben. Vor der Labordiagnostik ist ein ausführliches ärztliches Gespräch zur Erhebung der Anamnese erforderlich.

Die weitere Diagnostik unterscheidet sich je nach Geschlecht und umfasst neben der Hormondiagnostik auch gynäkologische beziehungsweise urologische Untersuchungen, Infektionsdiagnostik und genetische Untersuchungen.

Referenzwerte

Die Quelle gibt folgende alters- und zyklusabhängige Referenzwerte für Prolaktin an:

PatientengruppeSpezifikationReferenzwert
Frauen1. Zyklushälfte< 15 ng/mL
Frauen2. Zyklushälfte< 20 ng/mL
FrauenNach der Menopause< 15 ng/mL
MädchenVor der Pubertät< 30 ng/mL
MädchenBis 18 Jahre< 40 ng/mL
MännerBis 18 Jahre< 15 ng/mL
MännerÜber 18 Jahre< 15 ng/mL

Während der Schwangerschaft und Stillperiode kommt es laut Leitlinie zu einer natürlichen Erhöhung des Prolaktins im Blut.

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💡Praxis-Tipp

Laut der Quelle hängen die Referenzbereiche für Prolaktin bei Frauen stark vom Alter und der jeweiligen Zyklusphase ab. Es wird daher betont, dass für eine korrekte Interpretation der Laborwerte die genaue Zyklusphase zwingend bekannt sein muss. Zudem ist zu beachten, dass körperliche Belastungen, Stress oder der Akt des Stillens die Werte natürlich erhöhen können.

Häufig gestellte Fragen

Die Quelle nennt als Indikationen unter anderem einen unerfüllten Kinderwunsch, den Verdacht auf eine gestörte Eierstockfunktion sowie eine abnorme Milchsekretion außerhalb der Stillzeit (Galaktorrhö). Auch bei Virilisierung oder frühzeitiger Pubertät ist eine Bestimmung indiziert.

Laut dem Text können Dopaminhemmer zu einer Erhöhung der Prolaktinwerte führen. Als spezifisches Beispiel wird der Wirkstoff Metoclopramid genannt.

Das Hormon TRH führt normalerweise zu einer Steigerung der Prolaktin-Werte im Blut. Der Test wird eingesetzt, um festzustellen, ob diese Steigerung normal, überschießend oder gar nicht erfolgt, was Rückschlüsse auf die zugrunde liegende Störung erlaubt.

Erniedrigte Werte weisen laut der Quelle meist auf Erkrankungen oder Funktionsstörungen der Hirnanhangsdrüse hin. Dies kann durch Verletzungen, Tumore, Operationen oder die Einnahme von Prolaktin-senkenden Medikamenten wie Dopaminagonisten verursacht werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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