Sekretin-Pankreozymin-Test (SPT): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at beschreibt den Sekretin-Pankreozymin-Test (SPT) als die empfindlichste Methode zur Beurteilung einer verminderten exokrinen Bauchspeicheldrüsenfunktion. Diese sogenannte exokrine Pankreasinsuffizienz tritt häufig als Folge einer chronischen Pankreatitis auf.

Zu den Hauptursachen einer Pankreatitis zählen laut Quelle Gallensteine, chronischer Alkoholabusus, Tumore sowie angeborene Stoffwechselerkrankungen wie die zystische Fibrose. Die Erkrankung führt zu einer ungenügenden Bildung von Verdauungsenzymen, was eine Verdauungsinsuffizienz zur Folge hat.

In der heutigen medizinischen Praxis wurde der SPT weitgehend durch die Messung der pankreatischen Elastase im Stuhl abgelöst. Aufgrund des hohen Aufwands wird der SPT nur noch in spezialisierten medizinischen Fachzentren durchgeführt.

Empfehlungen

Indikation und Stellenwert

Der Test wird zur genauen Diagnostik einer exokrinen Pankreasinsuffizienz eingesetzt. Er gilt als aufwendiger, aber hochsensitiver Funktionstest.

Testdurchführung

Die Durchführung erfordert das Legen einer Duodenalsonde zur Gewinnung von Duodenalsekret. Die Leitlinie beschreibt den Ablauf der zweizeitigen Stimulation in folgenden Schritten:

  • Sammlung einer ersten Probe des Duodenalsekrets über 20 Minuten.

  • Intravenöse Gabe von Sekretin zur Stimulation der Flüssigkeits- und Bikarbonatsekretion, gefolgt von drei Proben im Abstand von je 20 Minuten.

  • Intravenöse Gabe von Pankreozymin zur Stimulation der Enzymsekretion, gefolgt von drei weiteren Proben im 20-Minuten-Takt.

Alternativ ist eine einzeitige Stimulation möglich. Hierbei werden Sekretin und Pankreozymin kombiniert verabreicht, sodass insgesamt nur vier Proben gewonnen werden müssen.

Präanalytik und Transport

Es wird betont, dass alle gewonnenen Proben zwingend auf Eis gekühlt gelagert werden müssen. Auch der Transport der Untersuchungsmaterialien in das medizinische Labor muss durchgehend gekühlt erfolgen.

Interpretation und Referenzwerte

Eine Verminderung der quantitativen Untersuchungsergebnisse weist auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz hin. Die Insuffizienz kann je nach Höhe der Resultate in leichte, mittlere oder schwere Formen eingeteilt werden.

Folgende Referenzwerte werden für Erwachsene und Kinder geschlechtsunabhängig angegeben:

ParameterReferenzbereichEinheit
Sekretionsmenge (Duodenalsekret)1,8–5,8mL/Minute
Bikarbonat130–400µmol/Minute
Amylase140–620Units/Minute
Lipase780–3.500Units/Minute
Trypsin55–335Units/Minute
Chymotrypsin28–154Units/Minute
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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Fehler bei der Präanalytik des Sekretin-Pankreozymin-Tests ist die unzureichende Kühlung der Proben. Die Leitlinie betont, dass sowohl die Lagerung der Duodenalsekret-Proben als auch der Transport ins Labor zwingend auf Eis erfolgen müssen, um eine Degradation der empfindlichen Verdauungsenzyme zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen

Der Test wird zur Diagnostik einer exokrinen Pankreasinsuffizienz eingesetzt, insbesondere bei Verdacht auf eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Er gilt laut Leitlinie als die empfindlichste Methode zur Beurteilung der exokrinen Pankreasfunktion.

Der Test ist sehr aufwendig, da eine Duodenalsonde gelegt werden muss und die Probenentnahme über einen längeren Zeitraum erfolgt. In der Praxis wurde er weitgehend durch die einfachere Messung der pankreatischen Elastase im Stuhl abgelöst.

Bei der zweizeitigen Stimulation werden Sekretin und Pankreozymin nacheinander verabreicht, was insgesamt sieben Proben erfordert. Bei der einzeitigen Stimulation werden beide Substanzen kombiniert gegeben, wodurch nur vier Proben gewonnen werden müssen.

Im Labor werden die Sekretionsmenge sowie die Konzentrationen von Bikarbonat, Alpha-Amylase, Lipase, Trypsin und Chymotrypsin bestimmt. Ergänzend können auch Carboxypeptidase A und B gemessen werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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