Laborwert Pankreas-Amylase (PAMY): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen des Gesundheitsportals Österreich. Die Pankreas-Amylase (PAMY) ist ein spezifisches Isoenzym der Alpha-Amylase.
Dieses Verdauungsenzym wird ausschließlich in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Es wird vom Körper primär für die Verdauung von Kohlenhydraten benötigt.
Die Bauchspeicheldrüse erfüllt neben der Bildung von Verdauungsenzymen für Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße auch eine endokrine Funktion. Sie produziert Hormone wie Insulin und Glukagon zur Regulation des Zuckerstoffwechsels.
Empfehlungen
Indikation und erhöhte Werte
Die Bestimmung der Pankreas-Amylase im Blut dient der Abklärung krankhafter Veränderungen der Bauchspeicheldrüse. Erhöhte PAMY-Werte weisen auf ein pathologisches Geschehen hin.
Als primäre Ursachen für eine Erhöhung werden genannt:
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Akute oder chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
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Tumorerkrankungen (zum Beispiel Pankreaskarzinom)
Ursachen und Folgen einer Pankreatitis
Laut der Quelle wird eine Pankreatitis häufig durch Gallensteine ausgelöst, die den Ausführungsgang verstopfen und zu einer Selbstverdauung des Organs führen. Ein weiterer Hauptauslöser ist chronischer Alkoholmissbrauch.
Bei einer chronischen Pankreatitis können als Spätfolgen eine Verdauungsinsuffizienz sowie ein Diabetes mellitus auftreten. Letzterer entsteht, wenn die insulinproduzierenden Zellen zerstört werden.
Diagnostik
Zur Diagnosestellung einer Pankreatitis wird eine Kombination aus Labor und Bildgebung beschrieben:
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Messung spezifischer Blutwerte (Alpha-Amylase, Lipase)
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Ultraschalluntersuchung (Leber, Gallenblase, Pankreas)
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Computertomografie des oberen Bauchraumes
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Bauchröntgen (Abdomen)
Referenzwerte
Die Quelle gibt folgende Referenzbereiche für die Pankreas-Amylase an (LOINC: 1805-1):
| Patientengruppe | Alter | Referenzwert | Einheit |
|---|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | < 53 | U/L |
| Männer | über 18 Jahre | < 53 | U/L |
| Frauen | bis 18 Jahre | < 53 | U/L |
| Frauen | über 18 Jahre | < 53 | U/L |
Es wird darauf hingewiesen, dass Referenzwerte je nach Labor und Testmethode variieren können.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass Laborwerte immer im klinischen Gesamtbild interpretiert werden müssen. Ein unauffälliger PAMY-Wert schließt eine unentdeckte Erkrankung nicht zwingend aus, ebenso wie Werte außerhalb des Referenzbereichs auch bei völlig gesunden Personen auftreten können.
Häufig gestellte Fragen
Die Pankreas-Amylase (PAMY) ist ein spezielles Isoenzym der Alpha-Amylase. Während Alpha-Amylase auch in anderen Geweben vorkommt, wird die PAMY ausschließlich in der Bauchspeicheldrüse gebildet.
Erhöhte Werte im Blut deuten auf Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse hin. Häufige Ursachen sind eine akute oder chronische Pankreatitis sowie Tumorerkrankungen wie das Pankreaskarzinom.
Die Diagnostik stützt sich laut Quelle auf Laborwerte wie Amylase und Lipase sowie auf bildgebende Verfahren. Dazu zählen Ultraschall, Computertomografie des oberen Bauchraumes und das Bauchröntgen.
Als langfristige Komplikationen werden eine Verdauungsinsuffizienz und die Entwicklung eines Diabetes mellitus genannt. Dies geschieht, wenn das Gewebe, welches Verdauungsenzyme und Insulin produziert, zugrunde geht.
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Quelle: Laborwert: Pankreas-Amylase (PAMY) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.