Fluoreszindilaurattest (Pankreolauryltest): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert wichtige Verdauungsenzyme für die Aufspaltung von Zucker, Fetten und Eiweißen. Bei Erkrankungen wie der chronischen Pankreatitis kann es zu einer verminderten Enzymbildung kommen, was medizinisch als exokrine Pankreasinsuffizienz bezeichnet wird.

Die Folge dieser Unterfunktion ist eine Verdauungsinsuffizienz, bei der die aufgenommene Nahrung nicht mehr adäquat verdaut wird. Zu den häufigsten Ursachen einer zugrundeliegenden Pankreatitis zählen Gallensteinleiden, chronischer Alkoholkonsum sowie Tumor- oder Stoffwechselerkrankungen.

Der Fluoreszindilaurattest (auch Pankreolauryltest) ist ein Laborverfahren zur Beurteilung dieser exokrinen Pankreasfunktion. Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen des Gesundheitsportals Gesundheit.gv.at.

Empfehlungen

Das Gesundheitsportal Gesundheit.gv.at beschreibt den Fluoreszindilaurattest als ein aufwendiges diagnostisches Verfahren zur Überprüfung der Bauchspeicheldrüsenfunktion.

Stellenwert in der Diagnostik

Laut Quelle kommt der Pankreolauryltest in der modernen medizinischen Praxis kaum noch zur Anwendung. Dies wird mit dem komplizierten Testverfahren sowie der geringen diagnostischen Aussagekraft (niedrige Sensitivität und Spezifität) begründet.

Als Methode der ersten Wahl wird stattdessen die Messung der pankreatischen Elastase im Stuhl angeführt. Dieses Verfahren hat den Sammelharntest weitgehend abgelöst.

Testprinzip und Durchführung

Der Test erstreckt sich über drei aufeinanderfolgende Tage und basiert auf der Spaltung von oral verabreichtem Fluoreszein-Dilaurinsäureester durch Pankreasenzyme im Darm. Der dabei entstehende Farbstoff Fluoreszein wird resorbiert, in der Leber verstoffwechselt und über die Nieren ausgeschieden.

Der Ablauf gliedert sich wie folgt:

  • Tag 1 (Test-Tag): Orale Gabe von Fluoreszein-Dilaurinsäureester am Morgen, gefolgt von einer lückenlosen Harnsammlung.

  • Tag 2: Test-Pause.

  • Tag 3 (Kontroll-Tag): Orale Gabe von Fluoreszein-Natriumsalz und erneute Harnsammlung.

Die Verabreichung am Kontroll-Tag dient der Anpassung der Labormessergebnisse an die individuelle Harnausscheidungsfunktion der Nieren.

Interpretation der Ergebnisse

Die Auswertung erfolgt über den sogenannten TK-Quotienten. Hierbei wird der Fluoreszein-Wert im Sammelharn des Test-Tages durch den Wert des Kontroll-Tages dividiert und prozentual angegeben.

TK-QuotientInterpretation
> 30 %Exokrine Pankreasinsuffizienz unwahrscheinlich (Referenzbereich)
20 – 30 %Weitere diagnostische Abklärung erforderlich
< 20 %Verdacht auf exokrine Pankreasinsuffizienz
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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass der Fluoreszindilaurattest aufgrund des aufwendigen Prinzips besonders bei Kindern schwierig durchzuführen ist. In der klinischen Routine wird zur Abklärung einer exokrinen Pankreasinsuffizienz primär die Bestimmung der pankreatischen Elastase im Stuhl empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Quelle gibt an, dass der Test eine niedrige Sensitivität und Spezifität aufweist. Zudem ist die Durchführung über drei Tage mit lückenloser Harnsammlung im klinischen Alltag sehr aufwendig.

Zur Diagnose einer exokrinen Pankreasinsuffizienz wird aktuell primär die pankreatische Elastase im Stuhl gemessen. Dieses Verfahren hat den aufwendigen Sammelharntest in der Praxis weitgehend abgelöst.

Der Quotient ergibt sich aus der Division der Fluoreszein-Werte im Sammelharn des Test-Tages durch die Werte des Kontroll-Tages. Das Ergebnis wird anschließend in Prozent angegeben.

Laut den Referenzwerten deutet ein Ergebnis von unter 20 Prozent darauf hin, dass eine exokrine Pankreasinsuffizienz vorliegen könnte. Werte über 30 Prozent gelten hingegen als unauffällig.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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