HEPTEM (ROTEM): Indikation, Interpretation & Diagnostik
Hintergrund
Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at beschreibt die Thrombelastometrie (TEM bzw. ROTEM) als labormedizinisches Spezialverfahren zur In-vitro-Überwachung der Blutgerinnselbildung. Das Verfahren kommt meist direkt am Krankenbett, insbesondere auf intensivmedizinischen Abteilungen, zum Einsatz.
Mithilfe der Rotations-TEM (ROTEM) kann die Gerinnselbildung unter verschiedenen Laborbedingungen zeitgleich analysiert werden. Es wird standardmäßig Zitratblut verwendet.
Der Testansatz HEPTEM (Heparin-gehemmt) dient der Erfassung des intrinsischen Blutgerinnungssystems. Er wird durch die Zugabe von Heparinase im Testansatz speziell bei mit Heparin behandelten Personen eingesetzt.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass normale TEM-Messwerte eine laufende Antikoagulation mit niedermolekularem Heparin, Vitamin-K-Antagonisten oder Faktor-Xa-Hemmern nicht sicher ausschließen. Zudem weist das Verfahren eine geringe Sensitivität für Thrombozytenaggregationshemmer und Von-Willebrand-assoziierte Störungen auf.
Häufig gestellte Fragen
Der HEPTEM-Ansatz erfasst vorwiegend das intrinsische Blutgerinnungssystem. Durch die Zugabe von Heparinase im Testansatz wird die Untersuchung speziell bei mit Heparin behandelten Personen eingesetzt.
Ein potenzieller Mangel an Blutplättchen zeigt sich laut Leitlinie durch normale MCF-Werte im FIBTEM-Ansatz. Gleichzeitig liegen in einem solchen Fall verminderte Werte im EXTEM-Ansatz vor.
Für die Diagnose einer disseminierten intravasalen Gerinnung (DIC) wird die Messung von Thrombozyten, Fibrinogen, Antithrombin-III-Aktivität und D-Dimeren angeführt. Ergänzend wird die Thrombelastometrie zur zeitnahen Überwachung eingesetzt.
Eine Hyperfibrinolyse deutet sich durch eine Verkürzung der Gerinnungszeit im APTEM-Ansatz im Vergleich zum EXTEM-Ansatz an. Dies stellt ein typisches Symptom einer Verbrauchskoagulopathie dar.
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Quelle: Laborwert: ROTEM® Heparin-gehemmt (HEP-TEM) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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