D-Dimer (DDIM) Laborwert: Gesundheit.gv.at Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at beschreibt D-Dimere, auch Fibrinspaltprodukte genannt, als wichtigen Laborwert zur Beurteilung der Blutgerinnung. Sie entstehen, wenn der Körper versucht, ein bestehendes Blutgerinnsel (Thrombus) aufzulösen.

Für diesen Auflösungsprozess bildet die Leber das Eiweiß Plasminogen, welches in der Blutflüssigkeit in aktives Plasmin umgewandelt wird. Durch die gesteigerte Plasminaktivität wird das Gerinnsel abgebaut, wobei D-Dimere als messbare Spaltprodukte in das Blut abgegeben werden.

Eine gesteigerte Gerinnungsneigung (Thrombophilie) kann durch bestimmte Erkrankungen, Operationen oder längere Bettlägerigkeit ausgelöst werden. Löst sich ein Thrombus, droht als lebensbedrohliche Komplikation eine Embolie, beispielsweise eine Pulmonalembolie.

Empfehlungen

Die Leitlinie liefert folgende Kernaussagen zur Interpretation des Laborwertes:

Normale D-Dimer-Werte

Laut Quelle schließt ein normaler DDIM-Wert das Vorliegen einer Thrombose oder einer thromboembolischen Komplikation mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Der Wert dient somit primär als Ausschlusskriterium in der Diagnostik.

Erhöhte D-Dimer-Werte

Ein positiver Nachweis von D-Dimeren bedeutet, dass im Körper eine Blutgerinnselbildung mit anschließender Auflösung stattgefunden hat. Die Leitlinie nennt folgende Ursachen für eine DDIM-Erhöhung:

  • Venenverstopfung (Thrombose)

  • Embolien (wie Pulmonalembolie oder Lungeninfarkt)

  • Verbrauchskoagulopathie (disseminierte intravasale Coagulation, DIC)

Bei einer DIC kommt es zu einer lebensbedrohlichen Gerinnungsaktivierung im gesamten Körper. Dies kann laut Leitlinie beispielsweise bei einem Schock oder einer Fehltransfusion auftreten.

Referenzwerte

Die Leitlinie gibt folgende allgemeine Referenzwerte an, weist jedoch darauf hin, dass diese methodenabhängig sind:

PatientengruppeReferenzwertEinheit
Männer (bis 18 Jahre)<0,4mg/L
Männer (über 18 Jahre)<0,4mg/L
Frauen (bis 18 Jahre)<0,4mg/L
Frauen (über 18 Jahre)<0,4mg/L

Es wird betont, dass Laborwerte immer im klinischen Gesamtbild durch ärztliches Personal interpretiert werden müssen.

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💡Praxis-Tipp

Ein normaler D-Dimer-Wert eignet sich laut Leitlinie hervorragend, um eine Thrombose oder Lungenembolie mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Bei einem erhöhten Wert wird jedoch darauf hingewiesen, dass dieser unspezifisch ist und auch bei einer lebensbedrohlichen Verbrauchskoagulopathie (DIC) auftreten kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie zeigt ein erhöhter Wert an, dass im Körper eine Blutgerinnselbildung mit anschließender Auflösung stattfindet. Dies kann auf eine Thrombose, eine Embolie oder eine Verbrauchskoagulopathie (DIC) hindeuten.

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at hält fest, dass ein normaler DDIM-Wert das Vorliegen einer Thrombose oder Embolie mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließt. Der Wert wird daher häufig in der Ausschlussdiagnostik eingesetzt.

Gemäß der Quelle liegt der Referenzwert für Erwachsene und Kinder beiderlei Geschlechts bei unter 0,4 mg/L. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die genauen Grenzwerte von der verwendeten Labormethode abhängen.

Fibrinspaltprodukte sind Synonyme für D-Dimere. Sie entstehen laut Leitlinie, wenn das Enzym Plasmin ein bestehendes Blutgerinnsel im Körper abbaut.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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