Borrelien-AK IgM: Diagnostik und Stadienbestimmung
Hintergrund
Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at beschreibt die Bestimmung von Borrelien-Antikörpern (Typ IgM) als wichtiges Laborverfahren zur Diagnose der Zecken-Borreliose. Diese Infektion wird durch Bakterien der Gruppe Borrelia burgdorferi ausgelöst, welche durch Zecken übertragen werden.
Es handelt sich um ein indirektes Nachweisverfahren, bei dem die immunologische Reaktion des Körpers auf den Erreger gemessen wird. Als Untersuchungsmaterialien dienen laut Quelle primär Blut, aber auch Liquor oder Gelenkpunktate.
Die Erkrankung verläuft in Stadien und tritt jahreszeitlich gehäuft von Frühjahr bis Herbst auf. Da es keine Impfung gibt, wird zur Prophylaxe auf schützende Kleidung, das Absuchen des Körpers und das rasche Entfernen von Zecken verwiesen.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt davor, einen positiven Borrelien-Antikörper-Nachweis isoliert als Beweis für eine akute Infektion zu werten, da IgM-Antikörper über Jahre persistieren können. Zudem wird auf mögliche Kreuzreaktionen mit Treponema pallidum hingewiesen, weshalb bei der Diagnostik stets eine Syphilis serologisch ausgeschlossen werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Ein positiver IgM-Wert kann laut Quelle auf ein frühes Stadium einer Zecken-Borreliose hindeuten. Die Leitlinie betont jedoch, dass diese Antikörper auch nach einer ausgeheilten Infektion über viele Jahre im Blut nachweisbar bleiben können.
Es wird ein zweistufiges Verfahren empfohlen, bestehend aus einem Suchtest (z.B. ELISA) und einem Bestätigungstest. Als Bestätigungsverfahren nennt die Leitlinie den Borrelia-burgdorferi-AK-Immunoblot.
Die Erreger beider Erkrankungen gehören zur Gruppe der Spirochäten, was zu Kreuzreaktionen bei den Antikörpertests führen kann. Daher wird empfohlen, eine Syphilis mittels TPHA- und VDRL-Test sicher auszuschließen.
Für das Stadium 1 der Erkrankung nennt die Leitlinie den Einsatz der Antibiotika Doxycyclin oder Amoxicillin. Im Stadium 2 wird hingegen Ceftriaxon angeführt.
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Quelle: Laborwert: Borrelien-AK IgM (BORM) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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