Adenosin Deaminase (ADA): Gesundheit.gv.at Leitlinie
Hintergrund
Die Adenosin Deaminase (ADA) ist ein Enzym, das in vielen Körpergeweben sowie in bestimmten weißen Blutkörperchen (T-Lymphozyten) vorkommt. Die Aktivität dieses Enzyms kann sowohl im Blut als auch in anderen Körperflüssigkeiten gemessen werden.
Laut der Leitlinie von Gesundheit.gv.at liefert die Bestimmung der ADA-Aktivität wichtige diagnostische Hinweise. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erkennung von entzündlichen Lebererkrankungen und Tuberkuloseinfektionen.
Die Messung in Pleuraergussflüssigkeiten stellt ein wichtiges klinisches Einsatzgebiet dar. Hierbei kann eine erhöhte Enzymaktivität spezifisch auf eine tuberkulöse Pleuritis hindeuten.
Empfehlungen
Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Interpretation der Adenosin Deaminase (ADA):
Interpretation der Blutwerte
Ein erhöhter ADA-Wert im Blut wird ab einem Schwellenwert von über 15 U/L definiert. Es wird darauf hingewiesen, dass erhöhte Werte bei folgenden Erkrankungen auftreten können:
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Akute und chronische Hepatitis (inklusive viraler Hepatitiden)
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Leberzirrhose (auch alkoholbedingt)
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Leberzellkarzinom (Hepatom)
Diagnostik bei Pleuraergüssen
Die Leitlinie hebt die Bedeutung der ADA-Bestimmung in Pleuraergussflüssigkeiten hervor. Erhöhte Werte in diesem Untersuchungsmaterial deuten auf eine tuberkulöse Pleuritis hin.
Weiterführende Diagnostik
Es wird betont, dass erhöhte ADA-Werte im Blut lediglich einen Hinweis auf eine entzündliche Erkrankung darstellen. Für eine exakte Abklärung werden folgende weiterführende Schritte empfohlen:
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Bestimmung weiterer Laborparameter (zum Beispiel Transaminasen)
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Durchführung einer Hepatitis-Serologie
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Bildgebende Verfahren wie Sonographie des Oberbauches, Röntgen und Computertomographie
Tuberkulose-Diagnostik
Bei Verdacht auf eine aktive Tuberkuloseinfektion wird eine Kombination aus klinischer Beurteilung, Lungenröntgen und mikroskopischem Erregernachweis empfohlen. Zusätzlich wird der Einsatz von PCR und Kulturen zur Erregerbestimmung angeraten.
Zur Feststellung einer latenten Tuberkuloseinfektion (LTBI) verweist die Leitlinie auf den Tuberkulin-Hauttest. Ergänzend wird die Bestimmung von Tuberkulin-induziertem Interferon-Gamma im Blut angeführt.
Referenzwerte
Die Leitlinie gibt folgende Referenzwerte für die ADA-Aktivität im Blut vor:
| Patientengruppe | Alter | Referenzbereich |
|---|---|---|
| Männer | bis 18 Jahre | 0–15 U/L |
| Männer | über 18 Jahre | 0–15 U/L |
| Frauen | bis 18 Jahre | 0–15 U/L |
| Frauen | über 18 Jahre | 0–15 U/L |
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie schließen normale ADA-Werte eine Lebererkrankung oder eine Tuberkuloseinfektion nicht sicher aus. Es wird betont, dass die Laborwerte stets in Zusammenschau mit der klinischen Symptomatik und weiteren Befunden interpretiert werden müssen. Ein isolierter ADA-Wert reicht für eine definitive Diagnosestellung nicht aus.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie liegt der Schwellenwert für eine erhöhte ADA-Aktivität im Blut bei 15 U/L. Werte darüber können auf entzündliche Lebererkrankungen hindeuten.
Die Leitlinie gibt an, dass eine erhöhte ADA-Aktivität in Pleuraergussflüssigkeiten ein Hinweis auf eine Tuberkuloseinfektion ist. Konkret deutet dies auf eine tuberkulöse Pleuritis hin.
Bei erhöhten ADA-Werten im Blut wird die Bestimmung weiterer Leberparameter empfohlen. Dazu zählen laut Leitlinie insbesondere die Transaminasen sowie eine Hepatitis-Serologie.
Zur Diagnose einer latenten Tuberkuloseinfektion empfiehlt die Leitlinie den Tuberkulin-Hauttest. Alternativ oder ergänzend wird die Bestimmung von Tuberkulin-induziertem Interferon-Gamma im Blut angeführt.
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Quelle: Laborwert: Adenosin Deaminase (ADA) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.