Löslicher IL-2-Rezeptor (sIL-2R): Sarkoidose-Diagnostik

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at (2026) beschreibt den löslichen Interleukin-2-Rezeptor (sIL-2R) als Marker für die Aktivierung des zellulären Immunsystems. Interleukin-2 stimuliert B- und T-Lymphozyten, wobei sich Rezeptorteile von der Zelloberfläche ablösen und als sIL-2R im Blut messbar werden.

Der Wert wird klinisch vor allem bei der Sarkoidose (Besnier-Boeck-Schaumann-Krankheit) herangezogen. Diese systemische Entzündungserkrankung ist durch die Bildung epitheloidzelliger Granulome gekennzeichnet, wobei in über 90 Prozent der Fälle die Lunge mitbeteiligt ist.

Im Gegensatz zur Tuberkulose fehlt bei der Sarkoidose die typische verkäsende Nekrose innerhalb der Granulome. Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf und kann akut (Löfgren-Syndrom) oder chronisch verlaufen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die differenzialdiagnostische Unterscheidung zwischen Sarkoidose und Tuberkulose von höchster klinischer Relevanz. Es wird eindringlich davor gewarnt, bei einer unerkannten Tuberkulose fälschlicherweise Kortikosteroide zu verabreichen, da dies zu lebensgefährlichen Komplikationen führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie weisen sIL-2-Rezeptor-Werte von über 1.000 U/mL auf ein aktives Erkrankungsgeschehen hin. Der Wert dient primär der Beurteilung der Krankheitsaktivität im akuten Stadium.

Die Leitlinie gibt für alle Altersgruppen und Geschlechter einen einheitlichen Referenzbereich von 300 bis 900 U/mL an.

Erhöhte Werte können gemäß Leitlinie auch bei Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen, viralen Infektionen sowie malignen Lymphomen auftreten.

Als Risikofaktoren für ein Fortschreiten nennt die Leitlinie ein Erkrankungsalter über 40 Jahren, einen protrahierten Verlauf sowie hohe Serum-Kalzium-Werte. Auch der Befall von Nervensystem und Augen spricht gegen eine Spontanheilung.

Das Löfgren-Syndrom ist die akute Form der Sarkoidose, die laut Leitlinie in etwa fünf Prozent der Fälle auftritt. Es ist durch die Trias aus Gelenksentzündung, Erythema nodosum und beidseitiger Lymphknotenvergrößerung am Lungenhilus gekennzeichnet.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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