Adenosin-Deaminase (ADA) im Pleuraerguss: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Adenosin-Deaminase (ADA) ist ein Enzym, das in vielen Körpergeweben und insbesondere in bestimmten weißen Blutkörperchen (T-Lymphozyten) vorkommt. Die Aktivität dieses Enzyms kann im Blut sowie in anderen Körperflüssigkeiten, wie dem Pleuraerguss, gemessen werden.

Erhöhte ADA-Werte im Blut weisen häufig auf entzündliche Lebererkrankungen hin. In der Pleuraflüssigkeit dient der Wert hingegen primär der Abklärung einer tuberkulösen Pleuritis, einer durch Mykobakterien verursachten Entzündung des Brustfells.

Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen des Gesundheitsportals Gesundheit.gv.at. Die Tuberkulose (TBC) ist eine stadienhafte Infektionskrankheit, bei der diagnostisch zwischen einer aktiven und einer latenten Form unterschieden wird.

Empfehlungen

Indikation und Interpretation

Laut Gesundheit.gv.at wird die Messung der ADA-Aktivität im Pleuraerguss zur Abklärung einer Tuberkuloseinfektion herangezogen. Ein erhöhter Wert stellt ein diagnostisches Indiz für eine tuberkulöse Pleuritis dar.

Es wird darauf hingewiesen, dass ein erhöhter ADA-Wert allein nicht beweisend ist. Für die gesicherte Diagnose einer Tuberkulose ist immer der direkte Nachweis der verursachenden Mykobakterien erforderlich.

Normale ADA-Werte schließen eine Tuberkulose oder Lebererkrankung nicht sicher aus. Die Laborwerte müssen stets in Zusammenschau mit der Klinik und weiteren diagnostischen Befunden interpretiert werden.

Referenzwerte für ADA im Pleuraerguss

Der Schwellenwert für eine ADA-Aktivitätserhöhung im Pleuraerguss beträgt 30 U/L. Folgende Referenzbereiche werden angegeben:

PatientengruppeReferenzbereichEinheit
Männer (bis 18 Jahre)0–30U/L
Männer (über 18 Jahre)0–30U/L
Frauen (bis 18 Jahre)0–30U/L
Frauen (über 18 Jahre)0–30U/L

Diagnostik der aktiven Tuberkulose

Bei Verdacht auf eine aktive Tuberkuloseinfektion werden folgende Untersuchungsverfahren angeführt:

  • Beurteilung der klinischen Beschwerden und Lungenröntgen

  • Mikroskopischer Erregernachweis (Auramin- oder ZN-Färbung)

  • PCR-Diagnostik und Anlegen einer Bakterienkultur

Diagnostik der latenten Tuberkulose (LTBI)

Zur Erkennung einer latenten Tuberkuloseinfektion stehen spezifische Tests zur Verfügung. Der Hauptzweck ist die Prüfung einer präventiven Behandlung, um einen Ausbruch der Erkrankung zu verhindern.

  • Tuberkulin-Hauttest (Nachweis einer Hautreaktion auf MTB-Eiweißstoffe)

  • Bestimmung von Tuberkulin-induziertem Interferon-Gamma im Blut

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💡Praxis-Tipp

Ein erhöhter ADA-Wert im Pleuraerguss ist lediglich ein Indiz für eine tuberkulöse Pleuritis und ersetzt nicht den direkten Erregernachweis. Es wird betont, dass auch bei normalen ADA-Werten eine Tuberkuloseinfektion nicht sicher ausgeschlossen werden kann. Die Befundinterpretation muss daher immer im klinischen Gesamtbild erfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Der Schwellenwert für eine erhöhte Adenosin-Deaminase-Aktivität im Pleuraerguss liegt laut Quelle bei 30 U/L. Werte darüber gelten als diagnostisches Indiz für eine tuberkulöse Pleuritis.

Nein, ein erhöhter Wert liefert lediglich einen Hinweis auf die Erkrankung. Für einen sicheren Beweis wird der direkte Nachweis der Mykobakterien (z.B. mittels PCR oder Kultur) gefordert.

Ein unauffälliger ADA-Wert schließt eine Tuberkuloseinfektion nicht sicher aus. Die Laborergebnisse müssen stets in Kombination mit den klinischen Beschwerden und weiteren Untersuchungen betrachtet werden.

Während ADA im Pleuraerguss auf Tuberkulose hindeutet, weisen erhöhte Werte im Blut meist auf entzündliche Lebererkrankungen hin. Das Enzym kommt in vielen Geweben und besonders in T-Lymphozyten vor.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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