Laktatdehydrogenase (LDH): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Die Laktatdehydrogenase (LDH) ist ein essenzielles Enzym, das in praktisch allen Geweben des menschlichen Körpers vorkommt. Besonders hohe Konzentrationen finden sich in der Leber, der Skelett- und Herzmuskulatur, den Nieren sowie in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten).
Bei einer Schädigung dieser Organe oder bei der Zerstörung von Zellen wird das Enzym in die Blutbahn freigesetzt. Daher dient die LDH in der Labordiagnostik als wichtiger, jedoch unspezifischer Marker für Zellzerfall und Gewebeschäden.
Da der Wert allein keine Rückschlüsse auf die genaue Ursache oder den Ort der Schädigung zulässt, wird er in der klinischen Praxis primär als orientierender Parameter oder zur Verlaufskontrolle eingesetzt. Diese Zusammenfassung basiert auf den Patienteninformationen des österreichischen Gesundheitsportals.
Empfehlungen
Die Informationen von Gesundheit.gv.at fassen die wesentlichen klinischen Aspekte zur Laktatdehydrogenase (LDH) zusammen.
Ursachen für erhöhte LDH-Werte
Eine erhöhte LDH-Aktivität im Blut weist auf Gewebeschäden hin. Laut Quelle können unter anderem folgende Erkrankungen zugrunde liegen:
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Lebererkrankungen: Leberentzündungen (Hepatitis) und Lebertumoren
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Muskelerkrankungen: Herzinfarkt und Verletzungen der Skelettmuskulatur
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Bluterkrankungen: Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolyse) durch Fehltransfusionen, Autoimmunerkrankungen oder Vitaminmangel (B12, Folsäure) sowie Leukämien
Diagnostisches Vorgehen
Es wird betont, dass die LDH-Aktivität lediglich ein orientierender Laborwert ist. Eine isolierte Erhöhung reicht für eine Diagnosestellung nicht aus.
Bei erhöhten Werten sind weiterführende Untersuchungen erforderlich. Dazu zählen spezifische Abklärungen auf Herzinfarkt, Leber- oder Bluterkrankungen sowie gegebenenfalls die Bestimmung der Alpha-HBDH, wobei letztere als veraltete Methode angemerkt wird.
Referenzwerte
Die Referenzbereiche dienen als Orientierungshilfe und können je nach Labor und Testmethode variieren. Die Quelle gibt folgende allgemeine Richtwerte an:
| Patientengruppe | Referenzbereich | Einheit |
|---|---|---|
| Männer (alle Altersgruppen) | 125–248 | U/L |
| Frauen (alle Altersgruppen) | 125–248 | U/L |
💡Praxis-Tipp
Ein häufiger präanalytischer Fehler ist eine fehlerhaft durchgeführte Blutabnahme, die zur mechanischen Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolyse) im Probenröhrchen führt. Dies resultiert in falsch-hohen LDH-Werten. In solchen Fällen wird eine sofortige Wiederholung der Blutentnahme empfohlen, um Fehldiagnosen zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Ein erhöhter LDH-Wert zeigt an, dass im Körper Zellen zerstört wurden oder Gewebe geschädigt ist. Da das Enzym in fast allen Organen vorkommt, ist der Wert unspezifisch und erfordert weitere Untersuchungen zur genauen Ursachenklärung.
Ja, laut Quelle kann eine fehlerhafte Blutabnahme dazu führen, dass rote Blutkörperchen platzen (Hämolyse). Dadurch wird LDH in die Probe freigesetzt, was falsch-hohe Werte verursacht und eine erneute Blutabnahme erforderlich macht.
Zu den häufigsten Ursachen zählen Lebererkrankungen wie Hepatitis, Muskelschäden oder ein Herzinfarkt. Auch Bluterkrankungen wie Leukämie oder eine Hämolyse durch Vitaminmangel können die Werte ansteigen lassen.
Die Quelle gibt für Männer und Frauen unabhängig vom Alter einen einheitlichen Referenzbereich von 125 bis 248 U/L an. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass diese Werte je nach Labor und Messmethode leicht abweichen können.
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Quelle: Laborwert: Laktatdehydrogenase (LDH) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.