Laborwert Östron (E1): Gesundheit.gv.at
Hintergrund
Östron (auch Estron oder E1) ist ein weibliches Geschlechtshormon aus der Gruppe der Östrogene. Es ist weniger wirksam als Östradiol, gewinnt jedoch nach der Menopause an Bedeutung, wenn die Eierstöcke die Östradiolproduktion reduzieren.
Das Hormon stammt teilweise aus den Eierstöcken. Ein wesentlicher Teil entsteht jedoch indirekt im Fettgewebe durch die Umwandlung bestimmter Nebennierenrindenhormone, wie Androstendion und Dehydroepiandrosteron (DHEA).
Östrogene sind generell für das Wachstum der weiblichen Geschlechtsorgane und der Gebärmutterschleimhaut verantwortlich. Zudem beeinflussen sie das Knochenwachstum und die für Frauen typische Fettverteilung.
Empfehlungen
Die Informationen des Gesundheitsportals Österreich beschreiben folgende Aspekte zur Bestimmung von Östron:
Indikation zur Laborbestimmung
Die Bestimmung von Östron im Blut wird primär für eine spezifische Fragestellung herangezogen:
- Ausschluss eines Östrogenmangels in der Postmenopause.
Interpretation erhöhter Werte
Für erhöhte Östron-Werte im Blut kommen laut Quelle folgende Ursachen infrage:
-
Übergewicht (Adipositas): Hierbei entsteht vermehrt Östron durch die Umwandlung von Nebennierenrindenhormonen im Fettgewebe.
-
Medikation: Die Einnahme östrogenhaltiger Medikamente führt zu einem Anstieg des Laborwertes.
Interpretation erniedrigter Werte
Erniedrigte Östron-Werte im Blut haben primär eine physiologische Ursache:
- Fortgeschrittene Postmenopause: Dies besitzt in der Regel keinen eigenen Krankheitswert.
Referenzwerte
Die Referenzwerte dienen als Orientierungshilfe und werden in pg/mL (Pikogramm pro Milliliter) angegeben:
| Patientengruppe | Referenzwert |
|---|---|
| Männer (alle Altersgruppen) | Keine Angabe |
| Frauen (bis 18 Jahre) | Zyklusabhängig |
| Frauen (über 18 Jahre) | Zyklusabhängig |
💡Praxis-Tipp
Bei der Interpretation der Östron-Werte in der Postmenopause wird auf die Rolle des Fettgewebes hingewiesen. Da Östron durch Umwandlung von Nebennierenrindenhormonen im Fettgewebe entsteht, weisen Frauen mit Adipositas häufig höhere Östron-Spiegel auf. Ein erniedrigter Wert in der fortgeschrittenen Postmenopause stellt hingegen einen physiologischen Zustand ohne Krankheitswert dar.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Gesundheitsportal wird die Bestimmung von Östron im Blut primär zum Ausschluss eines Östrogenmangels in der Postmenopause eingesetzt.
Bei Adipositas findet eine vermehrte Umwandlung von bestimmten Nebennierenrindenhormonen zu Östron statt. Dieser Prozess läuft im Fettgewebe ab und führt zu höheren Blutspiegeln.
Ein erniedrigter Östron-Wert ist meist auf eine fortgeschrittene Postmenopause zurückzuführen. Laut Quelle hat dies in der Regel keinen eigenen Krankheitswert.
Der Laborwert für Östron wird üblicherweise in der Einheit pg/mL (Pikogramm pro Milliliter) angegeben. Die genauen Referenzbereiche bei Frauen sind zyklusabhängig.
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Quelle: Laborwert: Estron (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.