Klinische Ernährung Intensivmedizin: Bedarf und Zufuhr

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) und weiterer Fachgesellschaften behandelt die klinische Ernährung erwachsener, kritisch kranker Patienten. Diese Patienten leiden an mindestens einer akuten, unterstützungspflichtigen Organdysfunktion.

Der Krankheitsverlauf wird in verschiedene metabolische Phasen unterteilt, darunter die frühe und späte Akutphase sowie die Postakutphase (Rekonvaleszenz). Die Ernährungstherapie dient als essenzielle adjuvante Maßnahme zur Unterstützung der kausalen Therapie der Grunderkrankung.

Es wird betont, dass die klinische Ernährungstherapie standardisiert unter Verwendung eines lokalen Ernährungsprotokolls erfolgen sollte. Dies fördert einen frühzeitigen Beginn und eine adäquate Nährstoffzufuhr.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt vor einer Überernährung in der frühen Akutphase, da die endogene Substratproduktion durch exogene Zufuhr nicht vollständig unterdrückt werden kann. Es wird empfohlen, die Kalorienzufuhr bei Zeichen einer metabolischen Intoleranz, wie einem hohen Insulinbedarf oder einer Hypophosphatämie (Refeeding-Syndrom), strikt zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei adipösen Patienten eine hypokalorische, proteinreiche Ernährung empfohlen. Das Ziel liegt bei 60 Prozent des gemessenen Energieumsatzes bei einer gleichzeitigen Proteinzufuhr von 1,5 g pro kg Idealgewicht.

Bei hämodynamischer Instabilität mit steigendem Vasopressorenbedarf wird von einer enteralen Ernährung abgeraten. Sobald der Schock kontrolliert ist, kann die enterale Zufuhr unter engmaschiger Kontrolle der Toleranz begonnen werden.

Eine enterale Glutaminpharmakotherapie wird von der Leitlinie nicht empfohlen. Eine parenterale Gabe kann lediglich bei Patienten erwogen werden, die überwiegend parenteral ernährt werden und kein schweres Organversagen aufweisen.

Es wird eine parenterale Ernährung empfohlen, wenn Kontraindikationen für den enteralen Weg bestehen. Zudem sollte sie supplementär eingesetzt werden, wenn das individuelle Kalorien- und Proteinziel enteral nicht erreicht wird.

Die Leitlinie gibt an, dass eine enterale Ernährung auch bei Bauchlage oder offenem Abdomen durchgeführt werden kann. Voraussetzung ist ein funktionierender Gastrointestinaltrakt und eine entsprechende Oberkörperhochlagerung.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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