Akute Pankreatitis: Leitlinie zum Ernährungszeitpunkt

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Evidenzbericht des IQWiG dient als Grundlage für die Aktualisierung der S3-Leitlinie zur klinischen Ernährung in der Gastroenterologie (Pankreas). Er untersucht den optimalen Zeitpunkt für den Beginn einer Ernährungstherapie bei erwachsenen Personen mit schwerer akuter Pankreatitis.

Konkret wird eine frühe Ernährungstherapie mit einem Beginn vor Ablauf der ersten 48 Stunden ab Krankenhausaufnahme evaluiert. Diese wird mit einer späteren Ernährungstherapie verglichen, die nach 48 Stunden oder später eingeleitet wird.

Zur Beantwortung der Fragestellung wurden drei randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit jeweils etwa 200 Teilnehmenden ausgewertet. Zu den untersuchten Endpunkten zählten Mortalität, Organversagen, Komplikationen und unerwünschte Ereignisse.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut dem IQWiG-Bericht zeigten die ausgewerteten Studien keinen klaren Vorteil für einen sehr frühen Ernährungsbeginn (unter 48 Stunden) bei schwerer akuter Pankreatitis. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Studienpopulationen überwiegend aus übergewichtigen Personen bestanden. Bei normal- oder untergewichtigen Personen ist Vorsicht geboten, da diese einen verzögerten Ernährungsbeginn womöglich schlechter tolerieren könnten.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Evidenzbericht zeigt keine signifikanten Unterschiede in den klinischen Endpunkten zwischen einem frühen (unter 48 Stunden) und einem späten (über 48 Stunden) Ernährungsbeginn. Die Entscheidung kann daher nach individueller klinischer Einschätzung getroffen werden.

Laut den ausgewerteten Studien ergaben sich keine auffälligen Unterschiede bezüglich Mortalität, Organversagen oder Komplikationen. Beide Strategien zeigten in der Evidenzbewertung vergleichbare Ergebnisse.

Die Evidenzrecherche ergab keine relevanten Unterschiede bei unerwünschten Ereignissen. Übelkeit, Erbrechen und Aspiration traten bei früher und später Ernährung ähnlich häufig auf.

Der Bericht weist darauf hin, dass die eingeschlossenen Studien überwiegend übergewichtige Personen untersuchten. Es ist unklar, ob die Ergebnisse uneingeschränkt auf normal- oder untergewichtige Personen übertragbar sind.

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Quelle: IQWiG V20-06: Evidenzrecherche S3-Leitlinie Klinische Ernährung in der Gastroenterologie - Pankreas (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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