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Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO)Nephrologie

CKD-MBD Leitlinie 2017: Diagnostik & Therapie (KDIGO)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Kidney Disease: Improving Global Outcomes (KDIGO) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Therapieentscheidungen sollen auf dem Trend serieller Messungen von Calcium, Phosphat und PTH basieren, nicht auf Einzelwerten.
  • Bei Erwachsenen mit CKD G3a-G5D soll eine Hyperkalzämie vermieden und die Dosis calciumhaltiger Phosphatbinder eingeschränkt werden.
  • Erhöhte Phosphatspiegel sollen in Richtung des Normbereichs gesenkt werden.
  • Eine Knochendichtemessung (BMD) wird bei CKD G3a-G5D empfohlen, wenn das Ergebnis die Therapieentscheidung beeinflusst.
  • Der Zielbereich für intaktes PTH bei Dialysepatienten (G5D) liegt beim 2- bis 9-Fachen des oberen Normwerts.
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Hintergrund

Die KDIGO-Leitlinie 2017 aktualisiert die Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie der chronischen Nierenerkrankung mit Mineral- und Knochenstoffwechselstörungen (CKD-MBD). Im Fokus stehen die Vermeidung von Hyperkalzämie, der restriktive Einsatz calciumhaltiger Phosphatbinder und die individualisierte Diagnostik.

Biochemisches Monitoring

Das Monitoring von Calcium, Phosphat, PTH und alkalischer Phosphatase (ALP) sollte ab CKD G3a (bei Kindern ab G2) beginnen (1C). Therapieentscheidungen müssen auf Trends serieller Messungen basieren, nicht auf Einzelwerten (1C). Das rechnerische Calcium-Phosphat-Produkt soll nicht mehr zur Steuerung genutzt werden (2D).

CKD-StadiumCalcium & PhosphatPTH
G3a - G3bAlle 6-12 MonateBasierend auf Ausgangswert & Progression
G4Alle 3-6 MonateAlle 6-12 Monate
G5 (inkl. G5D)Alle 1-3 MonateAlle 3-6 Monate

Knochen- und Gefäßdiagnostik

DiagnostikumIndikation / EmpfehlungEvidenzgrad
Knochendichtemessung (BMD)Bei CKD G3a-G5D mit Frakturrisiko, falls das Ergebnis Therapieentscheidungen beeinflusst.2B
KnochenbiopsieSinnvoll, wenn die Kenntnis des renalen Osteodystrophie-Typs die Therapie ändert.Nicht gradiert
Abdomen-Röntgen (lateral)Zur Detektion von Gefäßverkalkungen als Alternative zum CT.2C
EchokardiographieZur Detektion von Herzklappenverkalkungen.2C

Patienten mit bekannter Gefäß- oder Klappenverkalkung gelten als kardiovaskuläre Hochrisikopatienten (2A).

Therapie: Phosphat und Calcium

Die Behandlung sollte auf Basis der gemeinsamen Betrachtung von Phosphat, Calcium und PTH erfolgen.

  • Phosphatsenkung: Erhöhte Phosphatspiegel in Richtung des Normbereichs senken (2C). Die Therapieentscheidung basiert auf progressiv oder persistent erhöhten Werten.
  • Calciumziel (Erwachsene): Hyperkalzämie vermeiden (2C).
  • Calciumziel (Kinder): Calcium im altersentsprechenden Normbereich halten (2C).
  • Dialysat-Calcium: Konzentration zwischen 1,25 und 1,50 mmol/l (2,5 - 3,0 mEq/l) wählen (2C).
  • Diät: Begrenzung der alimentären Phosphatzufuhr bei Hyperphosphatämie (2D).
MedikamentengruppeEmpfehlungEvidenzgrad
Calciumhaltige PhosphatbinderDosis bei Erwachsenen mit CKD G3a-G5D unter Phosphatsenkern restriktiv handhaben.2B
Aluminiumhaltige PhosphatbinderLangzeitanwendung zwingend vermeiden (Aluminium-Intoxikation).1C

Therapie: Parathormon (PTH)

CKD-StadiumPTH-ZielwertTherapie-Empfehlung
G3a - G5 (Prädialyse)Optimaler Wert unbekannt.Bei persistent/progressiv steigendem PTH: Modifizierbare Faktoren (Phosphat, Calcium, Vit. D) korrigieren (2C). Calcitriol/Vit-D-Analoga nicht routinemäßig einsetzen (2C).
G5D (Dialyse)2- bis 9-Faches des oberen Normwerts.Bei Therapiebedarf: Calcimimetika, Calcitriol, Vitamin-D-Analoga oder Kombinationen (2B).
G3a - G5D (Schwere HPT)-Parathyreoidektomie bei Versagen der medikamentösen Therapie (2B).

💡Praxis-Tipp

Verlassen Sie sich bei der Therapieanpassung des sekundären Hyperparathyreoidismus niemals auf einen einzelnen PTH-Wert, sondern beurteilen Sie stets den Trend im Kontext von Calcium und Phosphat.

Häufig gestellte Fragen

Bei Erwachsenen ab Stadium G3a, bei Kindern bereits ab Stadium G2.
Das intakte PTH sollte im Bereich des 2- bis 9-Fachen des oberen laborspezifischen Normwerts gehalten werden.
Nein, die KDIGO-Leitlinie empfiehlt bei Erwachsenen mit CKD G3a-G5D eine restriktive Handhabung der Dosis calciumhaltiger Phosphatbinder, um eine Hyperkalzämie zu vermeiden.
Nein, die Leitlinie von 2017 fordert dies nicht mehr zwingend, empfiehlt die Biopsie aber, wenn die Kenntnis des Osteodystrophie-Typs die Therapieentscheidung beeinflusst.

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