Diabetes mellitus Typ 1: DMP-Leitlinie zu CGM und HbA1c
Hintergrund
Die IQWiG-Leitliniensynopse V22-05 fasst aktuelle evidenzbasierte Leitlinienempfehlungen zusammen, um das Disease-Management-Programm (DMP) für Diabetes mellitus Typ 1 zu aktualisieren. Ziel ist es, Diskrepanzen zwischen dem aktuellen DMP und dem neuesten Stand der Wissenschaft aufzuzeigen.
Diabetes mellitus Typ 1 ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die durch die Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen gekennzeichnet ist. Unbehandelt führt der absolute Insulinmangel zu schweren mikrovaskulären und makrovaskulären Folgeerkrankungen.
Die Synopse beleuchtet insbesondere neue technologische Entwicklungen wie kontinuierliches Glukosemonitoring (CGM) und automatisierte Insulinabgabe (AID). Zudem werden individualisierte Therapieziele und das Management von Begleiterkrankungen fokussiert.
💡Praxis-Tipp
Bei der Diagnostik einer diabetischen Fußinfektion wird laut Leitlinie von der Nutzung der Fußtemperatur oder quantitativer mikrobieller Analysen abgeraten. Die Diagnose sollte primär klinisch anhand lokaler oder systemischer Entzündungszeichen gestellt werden. Zudem wird betont, dass bei Verdacht auf eine aktive Charcot-Neuro-Osteoarthropathie eine sofortige Druckentlastung erfolgen muss, noch bevor die bildgebende Diagnostik abgeschlossen ist.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt für die meisten Erwachsenen einen HbA1c-Wert von $\le$ 7,5 % oder sogar $\le$ 6,5 %, sofern dies ohne schwere Hypoglykämien erreichbar ist. Bei älteren oder multimorbiden Menschen werden weniger strenge Ziele wie < 8,0 % empfohlen.
Es wird ein Blutdruckzielwert von < 130/80 mmHg für die meisten Erwachsenen mit Diabetes und Nephropathie empfohlen. Bei älteren Menschen über 80 Jahren kann ein moderaterer Zielwert von < 150/90 mmHg angemessen sein.
Laut Leitlinie sind ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) und Statine in der Schwangerschaft kontraindiziert. Diese Medikamente sollten bereits präkonzeptionell abgesetzt oder umgestellt werden.
Die Leitlinie spricht eine starke Empfehlung für die Nutzung von automatisierten Insulin-Dosierungs-Systemen (AID) bei Kindern und Jugendlichen aus. Auch die Nutzung von Real-Time-CGM (rtCGM) wird zur Optimierung der Stoffwechseleinstellung empfohlen.
Zur Kommunikation und Klassifikation von Fußulzera wird die Nutzung des SINBAD- oder des WIfI-Systems empfohlen. Für die Einteilung von Fußinfektionen verweist die Leitlinie auf das IDSA/IWGDF-Klassifikationsschema.
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Quelle: IQWiG V22-05: Leitliniensynopse für die Aktualisierung des DMP Diabetes mellitus Typ 1 (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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