Cannabisbezogene Störungen: Psychotherapie, KVT und MET
Hintergrund
Der IQWiG-Evidenzbericht (V21-06B) dient als Grundlage für die S3-Leitlinie zur Behandlung cannabisbezogener Störungen. Er bewertet die Effekte von psycho- und soziotherapeutischen Interventionen bei Erwachsenen.
Im Fokus stehen Maßnahmen zur Konsumreduktion und Rückfallprophylaxe. Dazu zählen die Therapie zur Motivationssteigerung (MET), die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) sowie das Kontingenzmanagement (KM).
Die Interventionen wurden mit keiner aktiven Behandlung, Wartekontrollgruppen oder anderen aktiven Behandlungen verglichen. Dabei wurde zwischen Patienten mit und ohne begleitende Psychosen unterschieden.
💡Praxis-Tipp
Der Evidenzbericht zeigt, dass psychotherapeutische Kurzinterventionen wie die MET im Vergleich zu reinen Wartekontrollgruppen effektiv die Cannabisabstinenz fördern. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Langzeiteffekte nach 12 Monaten oft abnehmen oder die Evidenzlage unklarer wird. Bei Patienten mit begleitenden Psychosen ist die Datenlage zu integrierten Therapieansätzen noch heterogen.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht bewertet vor allem die Therapie zur Motivationssteigerung (MET) und die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als wirksam. Auch das Kontingenzmanagement (Belohnungssysteme) zeigt positive Effekte auf die Abstinenz.
Laut Bericht handelt es sich dabei um ein System, bei dem Patienten für negative Cannabistests oder die Therapieteilnahme belohnt werden. Dies geschieht häufig in Form von Gutscheinen oder Losen.
Der Evidenzbericht untersuchte hierfür eine integrierte MET/KVT, die zusätzlich zur Standardtherapie angewendet wird. Die Ergebnisse zu Konsumreduktion und psychischen Problemen sind in dieser speziellen Patientengruppe jedoch heterogen und weniger eindeutig.
In den bewerteten Studien wird zwischen kurzen und langen Interventionen unterschieden. Eine kurze MET umfasst meist ein bis zwei Sitzungen, während längere Ansätze drei oder mehr Sitzungen beinhalten.
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Quelle: IQWiG V21-06: Evidenzrecherche: S3-Leitlinie Cannabisbezogene Störungen (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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