Insomnie: KVT-I vs. Benzodiazepine und Z-Substanzen

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Evidenzbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) dient der Aktualisierung der S3-Leitlinie "Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen – Insomnie bei Erwachsenen". Er untersucht die Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I).

Als Vergleichsinterventionen wurden in Deutschland zugelassene Benzodiazepine sowie Benzodiazepinrezeptoragonisten (Z-Substanzen) herangezogen. Die Auswertung basiert auf fünf randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) mit erwachsenen Personen, die an einer diagnostizierten nicht organischen Insomnie leiden.

Ziel des Berichts ist es, die Effekte beider Behandlungsansätze auf Endpunkte wie Krankheitsschwere, Schlafeffizienz, Einschlaflatenz und Schlafdauer zu bewerten. Die Qualität der Evidenz wurde nach der GRADE-Methodik eingestuft.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist auf eine relevante Abweichung der Studienmedikation von der deutschen Zulassung hin. In einer der untersuchten Studien erhielten ältere Personen initial 7,5 mg Zopiclon, obwohl für diese Altersgruppe eine maximale initiale Tagesdosis von 3,75 mg empfohlen wird. Es wird betont, dass solche Dosierungsabweichungen die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf den klinischen Alltag einschränken.

Häufig gestellte Fragen

Der Evidenzbericht stellt fest, dass die Datenlage für einen klaren Überlegenheitsnachweis zwischen KVT-I und Medikamenten unzureichend ist. Bei Schlafdauer und Schlafeffizienz zeigten Benzodiazepine kurzfristig leichte Vorteile, was jedoch durch methodische Mängel der Studien limitiert wird.

In den meisten vom IQWiG analysierten Studien umfasste die KVT-I einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen. Es wurden sowohl Einzel- als auch Gruppentherapien mit wöchentlichen Sitzungen untersucht.

Laut dem Bericht ist die Evidenz für die anhaltende Wirkung nach Interventionsende stark limitiert. Aufgrund hoher Abbruchraten in den Studien waren die Daten zu den Nachbeobachtungszeitpunkten von sechs bis 24 Monaten größtenteils nicht verwertbar.

Als Vergleichsinterventionen dienten das Benzodiazepin Temazepam sowie die Benzodiazepinrezeptoragonisten (Z-Substanzen) Zolpidem und Zopiclon. Diese wurden entsprechend ihrer Zulassung in den jeweiligen Studienländern eingesetzt.

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Quelle: IQWiG V20-07: Evidenzrecherche S3-Leitlinie Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen - Insomnie bei Erwachsenen (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

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