Fibromyalgiesyndrom: Amitriptylin-Leitlinien-Empfehlung
Hintergrund
Der IQWiG-Evidenzbericht (2025) dient als Grundlage für die Aktualisierung der interdisziplinären S3-Leitlinie zum Fibromyalgiesyndrom. Er bewertet die Wirksamkeit von trizyklischen Antidepressiva im Vergleich zu Placebo.
Das Fibromyalgiesyndrom ist eine chronische Schmerzerkrankung, die häufig mit Schlafstörungen, Erschöpfung (Fatigue) und psychischen Begleitsymptomen einhergeht.
In der Auswertung konnten ausschließlich Studien zum Wirkstoff Amitriptylin eingeschlossen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass Amitriptylin in Deutschland nicht für die Indikation Fibromyalgie zugelassen ist und ein Einsatz somit Off-Label erfolgt.
💡Praxis-Tipp
Bei der Bewertung der Schlafqualität ist zu beachten, dass der signifikante Effekt auf einfachen Einzelfragen zu Schlafproblemen basiert und nicht auf komplexen, validierten Instrumenten. Zudem wird betont, dass die Anwendung von Amitriptylin bei Fibromyalgie in Deutschland einen Off-Label-Use darstellt.
Häufig gestellte Fragen
Der Evidenzbericht konnte keinen statistisch signifikanten Effekt von Amitriptylin auf die Schmerzintensität im Vergleich zu Placebo nachweisen. Die Vertrauenswürdigkeit der zugrundeliegenden Evidenz wird als niedrig eingestuft.
Nein, Amitriptylin besitzt in Deutschland keine Zulassung für die Indikation Fibromyalgiesyndrom. Laut Bericht erfolgt eine entsprechende Verordnung im Rahmen eines Off-Label-Use.
In den untersuchten Studien lagen die Zieldosierungen zwischen 25 und 50 mg pro Tag. Die Einnahme erfolgte in der Regel abends vor dem Zubettgehen.
Gemäß der Auswertung zeigt sich kein statistisch signifikanter Vorteil von Amitriptylin gegenüber Placebo in Bezug auf das Symptom Fatigue.
Die eingeschlossenen Studien untersuchten ausschließlich Personen im Erwachsenenalter. Für Kinder und Jugendliche liegt laut Bericht keine Evidenz vor.
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Quelle: IQWiG V24-12: Evidenzrecherche zur S3-Leitlinie Definition, Ursachen, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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