IQWiG2020Pneumologie

Unterkieferprotrusionsschiene: Indikation und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist durch wiederkehrende Einengungen oder Verschlüsse der oberen Atemwege während des Schlafs gekennzeichnet. Dies führt zu Schlaffragmentierung, Tagesschläfrigkeit und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko.

Als wichtigster diagnostischer Parameter gilt der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI). Eine OSA liegt vor, wenn der AHI mehr als 15 Ereignisse pro Stunde beträgt oder ein AHI ab 5 mit klinischen Symptomen wie Tagesschläfrigkeit einhergeht.

Während bei schwereren Formen die Überdruckbeatmung (PAP-Therapie, z. B. CPAP) als Standard gilt, stellt die Unterkieferprotrusionsschiene (UPS) eine Therapieoption bei leichter bis mittelgradiger OSA dar. Durch die Vorverlagerung von Unterkiefer und Zunge werden die Atemwege mechanisch offengehalten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass die Unterkieferprotrusionsschiene der PAP-Therapie hinsichtlich des Leitsymptoms Tagesschläfrigkeit nicht unterlegen ist und oftmals eine höhere Compliance aufweist. Vor der Verordnung wird eine zahnärztliche Abklärung empfohlen, da ein ausreichender Zahnstatus und eine intakte Kiefergelenksfunktion zwingende Voraussetzungen für die Schienentherapie sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist die Unterkieferprotrusionsschiene der CPAP-Therapie in Bezug auf das Leitsymptom Tagesschläfrigkeit nicht unterlegen. Auch bei anderen patientenrelevanten Endpunkten wie der Lebensqualität zeigt sich kein relevanter Nachteil.

Die Bewertung bezieht sich primär auf die leichte bis mittelgradige obstruktive Schlafapnoe. Bei schweren Formen wird die Schiene im Allgemeinen nur bei einer Unverträglichkeit der PAP-Therapie eingesetzt.

Der Bericht nennt als häufige, meist milde unerwünschte Ereignisse Hypersalivation, Kiefergelenksschmerzen, Zahnschmerzen und temporäre Störungen der Okklusion. Ein häufigeres Auftreten schwerwiegender unerwünschter Ereignisse im Vergleich zur CPAP-Therapie lässt sich aus den Daten nicht ableiten.

Eine Kontraindikation besteht bei unzureichendem Zahnbestand, schwerer Parodontitis oder Kiefergelenkserkrankungen. Zudem wird eine ausreichende Fähigkeit zur Vorverlagerung des Unterkiefers vorausgesetzt.

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Quelle: IQWiG N18-03: Unterkieferprotrusionsschiene bei leichter bis mittelgradiger obstruktiver Schlafapnoe bei Erwachsenen (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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