Lungenkrebsscreening (LDCT): Indikation und Nutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen und die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern in Deutschland. Da die Erkrankung oft erst in späten Stadien diagnostiziert wird, ist die Prognose meist ungünstig.

Der IQWiG-Bericht S19-02 bewertet den Nutzen eines systematischen Lungenkrebsscreenings mittels Niedrigdosis-Computertomografie (Low-Dose-CT). Die Zielgruppe bilden Personen mit einem erhöhten Risiko aufgrund von derzeitigem oder ehemaligem starken Tabakkonsum.

Verglichen wird das Low-Dose-CT-Screening mit der Standardversorgung, bei der kein systematisches Screening stattfindet. Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Mortalität sowie mögliche Schäden durch falsch-positive Befunde und Überdiagnosen abzuwägen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass das Lungenkrebsscreening mittels Low-Dose-CT ein hohes Risiko für falsch-positive Befunde und Überdiagnosen birgt. Es wird betont, dass die computergestützte Volumenmessung von Lungenrundherden eine genauere Unterscheidung zwischen benignen und malignen Läsionen ermöglicht als die reine Durchmessermessung. Dies kann helfen, die Rate an unnötigen invasiven Abklärungsuntersuchungen zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht bewahrt das Screening schätzungsweise 5 von 1000 Personen innerhalb von 10 Jahren vor dem Lungenkrebstod. Für die lungenkrebsspezifische Mortalität ergibt sich ein Hinweis auf einen Nutzen.

Die Bewertung zeigt einen Beleg für Schäden durch falsch-positive Befunde und Überdiagnosen. Bei bis zu 15 von 1000 Personen kommt es zu unnötigen invasiven Eingriffen wie Biopsien, die Komplikationen verursachen können.

Die Evidenz basiert auf Studien mit starken aktiven oder ehemaligen Rauchern. Meist wurden Personen zwischen 50 und 75 Jahren mit einem Tabakkonsum von 20 bis 30 Packungsjahren eingeschlossen.

In den meisten bewerteten Studien erfolgte das Screening in einem jährlichen Intervall. Einzelne Studien untersuchten auch Intervalle von zwei oder zweieinhalb Jahren.

Ein direkter statistischer Beleg für die Senkung der Gesamtmortalität liegt laut Bericht nicht vor. Es wird jedoch angenommen, dass sich der positive Effekt auf die lungenkrebsspezifische Mortalität auch im Gesamtüberleben niederschlägt.

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Quelle: IQWiG S19-02: Lungenkrebsscreening mittels Niedrigdosis-Computertomografie (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

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