Lungenkarzinom Prävention, Diagnostik und Therapie: AWMF S3

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Lungenkarzinom gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen und ist bei Männern die häufigste, bei Frauen die zweithäufigste Krebstodesursache. Die Inzidenz bei Männern ist in den letzten Jahren rückläufig, während sie bei Frauen weiterhin ansteigt.

Der mit Abstand wichtigste Risikofaktor für die Entstehung eines Lungenkarzinoms ist das aktive und passive Tabakrauchen. Weitere relevante Risikofaktoren umfassen berufliche Noxen wie Asbest, Radon, Dieselmotoremissionen sowie eine genetische Disposition.

Die S3-Leitlinie der AWMF bietet eine umfassende, evidenzbasierte Grundlage für die interdisziplinäre Versorgung von Patienten mit Lungenkrebs. Ziel ist es, durch strukturierte Früherkennung, präzise Diagnostik und stadiengerechte Therapie die Mortalität zu senken und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

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💡Praxis-Tipp

Ein essenzieller Aspekt in der Diagnostik des Lungenkarzinoms ist die zwingende molekularpathologische Testung vor Beginn einer systemischen Erstlinientherapie im Stadium IV. Die Leitlinie betont, dass die Therapieauswahl maßgeblich von Treibermutationen (wie EGFR, ALK, ROS1) und dem PD-L1-Status abhängt, weshalb eine Therapieeinleitung erst nach Vorliegen dieser Befunde erfolgen sollte, um den Patienten wirksamere und nebenwirkungsärmere zielgerichtete Optionen nicht vorzuenthalten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein Screening mittels Niedrigdosis-CT (LDCT) für asymptomatische Personen zwischen 50 und 75 Jahren mit einer Raucheranamnese von mindestens 15 Packungsjahren. Ein Screening mittels Thoraxröntgen wird nicht empfohlen.

Bei potenziell kurativem Ansatz wird laut Leitlinie eine Ganzkörper-FDG-PET/CT sowie eine MRT des Schädels empfohlen. Zur Abklärung des mediastinalen Lymphknotenstatus sollte primär ein endobronchialer Ultraschall (EBUS) eingesetzt werden.

Bei Patienten in gutem Allgemeinzustand wird eine Chemo-Immuntherapie oder, bei einer PD-L1-Expression von über 50 Prozent, eine Immun-Monotherapie empfohlen. Die Auswahl richtet sich nach der Histologie und dem PD-L1-Status.

Gemäß Leitlinie richtet sich das Vorgehen nach der Größe und Morphologie des Herdes sowie dem Risikoprofil des Patienten. Bei soliden Herden ab 8 mm Durchmesser und einem Malignitätsrisiko von über 10 Prozent wird eine PET/CT empfohlen.

Es wird eine simultane Chemo-Strahlentherapie mit Cisplatin und Etoposid empfohlen. Bei Erreichen einer Remission rät die Leitlinie zu einer prophylaktischen Schädelbestrahlung oder engmaschigen MRT-Kontrollen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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