Darmkrebs-Screening: Patientenaufklärung und Akzeptanz

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Seit 2019 erhalten Versicherte postalische Einladungen und Informationsmaterialien ihrer Krankenkasse zur organisierten Darmkrebs-Früherkennung. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Evaluation dieser Dokumente.

Ziel des Berichts ist die Überprüfung von Akzeptanz, Verständlichkeit und Einfluss auf das Inanspruchnahmeverhalten. Dabei wurden sowohl Versicherte als auch Vertragsärztinnen und -ärzte mittels quantitativer Befragungen und qualitativer Interviews einbezogen.

Ein besonderer Fokus lag auf der Verständlichkeit für unterschiedliche Personengruppen. Dies schloss explizit sozial benachteiligte Menschen und Personen mit geringer Gesundheitskompetenz ein.

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💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass die zahlenbasierten Tabellen zu Vor- und Nachteilen der Screening-Methoden von vielen Versicherten als zu komplex empfunden werden. Es wird empfohlen, im Aufklärungsgespräch besonders bei Personen mit geringerer Gesundheitskompetenz auf diese Verständnishürden einzugehen. Zudem zeigt die Evaluation, dass die ärztliche Empfehlung einen stärkeren Einfluss auf die Teilnahmeentscheidung hat als die schriftlichen Materialien.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Evaluation wird die Broschüre von den Versicherten überwiegend positiv und als verständlich bewertet. Etwa 41 Prozent der Befragten nahmen nach Erhalt des Briefes eine Leistung der Früherkennung in Anspruch.

Der Bericht zeigt, dass der Brief im Alltag oft untergeht oder mit Werbung verwechselt wird. Zudem empfinden viele Versicherte die Broschüre als zu lang und haben Schwierigkeiten mit den statistischen Tabellen.

Die Evaluation ergibt, dass über die Hälfte der Vertragsärztinnen und -ärzte, die die Broschüre kennen, diese im Beratungsgespräch einsetzen. Einige Ärzte kritisieren jedoch die neutrale Gegenüberstellung von Stuhltest und Koloskopie.

Es wird empfohlen, die Printbroschüre zu kürzen und die Kernbotschaften an den Anfang zu stellen. Zusätzlich soll laut Bericht ein vertiefendes, interaktives Online-Angebot für verschiedene Zielgruppen aufgebaut werden.

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Quelle: IQWiG P21-04A : Evaluation von Einladungsschreiben und Versicherteninformation zum Darmkrebs-Screening (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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