Mammographie-Screening: Nutzen und Entscheidungshilfe
Hintergrund
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Das flächendeckende Mammographie-Screening-Programm lädt Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre zu einer radiologischen Früherkennungsuntersuchung ein.
Der IQWiG-Bericht P14-03 beschreibt die evidenzbasierte Weiterentwicklung des Einladungsschreibens und der Entscheidungshilfe für dieses Programm. Ziel ist es, eine informierte Entscheidung der anspruchsberechtigten Frauen zu fördern.
Dabei stehen die transparente Kommunikation der Freiwilligkeit sowie die verständliche Gegenüberstellung von Nutzen und potenziellen Schäden der Früherkennung im Vordergrund.
💡Praxis-Tipp
Laut dem Bericht ist das Konzept der Überdiagnose für viele Patientinnen schwer verständlich und wird oft mit falsch-positiven Befunden verwechselt. Es wird hervorgehoben, dass im ärztlichen Aufklärungsgespräch ausreichend Zeit eingeplant werden sollte, um diesen Unterschied sowie die möglichen Folgen unnötiger Behandlungen transparent anhand von Beispielen zu erklären.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht werden von 1000 Frauen, die 20 Jahre lang am Screening teilnehmen, etwa 2 bis 6 vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt.
Der Bericht schätzt, dass von 1000 teilnehmenden Frauen über einen Zeitraum von 20 Jahren etwa 9 bis 12 eine Überdiagnose erhalten. Dies führt in der Folge zu unnötigen Behandlungen wie Operationen oder Bestrahlungen.
Gemäß den Daten des Berichts ist nicht ausgeschlossen, dass die regelmäßigen Röntgenuntersuchungen bei bis zu 1 von 1000 Frauen zur Entstehung von Brustkrebs beitragen können.
Die Dokumentation empfiehlt, DCIS als Zellveränderung in den Milchgängen zu beschreiben, bei der nicht vorhersehbar ist, ob sie sich zu einem invasiven Tumor entwickelt. Der Begriff "bösartig" sollte hierbei vermieden werden, um unnötige Ängste zu reduzieren.
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Quelle: IQWiG P14-03: Einladungsschreiben und Entscheidungshilfe zum Mammographie-Screening (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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