Induratio penis plastica (IPP): Traktionstherapie
Hintergrund
Die Induratio penis plastica (IPP) ist eine erworbene Erkrankung der Tunica albuginea, die durch Plaquebildung zu einer Verformung und typischerweise Krümmung des Penis führt. Die Erkrankung verläuft in einer akuten, entzündlichen Phase und einer anschließenden stabilen Phase.
Derzeit stehen in Deutschland kaum nachweislich wirksame konservative Therapien zur Verfügung. Operative Eingriffe sind erst in der stabilen Phase möglich und bergen Risiken wie einen Längenverlust oder eine postoperative erektile Dysfunktion.
Die penile Traktionstherapie stellt eine konservative Behandlungsoption dar. Durch eine mechanische Streckung mittels Stangen-Expander-Systemen soll das Bindegewebe remodelliert und die Krümmung reduziert werden.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass die Traktionstherapie einen hohen Behandlungsaufwand erfordert und die langfristige Therapietreue der Anwender unklar ist. Es wird betont, dass nach Beendigung der intensiven Therapiephase ein erneutes Auftreten der Krümmung aufgrund der elastischen Gewebebeschaffenheit möglich ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht reduziert die Therapie die Peniskrümmung nach drei Monaten signifikant. Es fehlen jedoch Langzeitdaten, weshalb offiziell kein Anhaltspunkt für einen dauerhaften Nutzen abgeleitet wird.
Es treten häufig milde und vorübergehende Nebenwirkungen wie lokale Schmerzen, Rötungen oder Taubheitsgefühle auf. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden in den untersuchten Studien nicht beobachtet.
Die Tragedauer variiert je nach verwendetem Gerät stark. Die Spanne reicht von 30 bis 90 Minuten täglich bei Geräten mit Gegenbeugung bis hin zu 3 bis 8 Stunden bei reiner Längsstreckung.
Derzeit steht die Traktionstherapie nicht im Rahmen der GKV-Versorgung zur Verfügung. Patienten müssen die Geräte in der Regel auf eigene Kosten erwerben.
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Quelle: IQWiG N22-01 : Penile Traktionstherapie bei Induratio penis plastica (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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