Maschinenperfusion bei Lebertransplantation: Indikation
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht H25-02 stellt ein Addendum zur Bewertung der extrakorporalen Diagnose und Behandlung von Lebertransplantaten unter Vermeidung einer Kaltkonservierung dar. Es handelt sich um eine Überprüfung gemäß § 137h SGB V im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
Ziel der Untersuchung war es festzustellen, ob neue klinische Studien das bisherige Bewertungsergebnis verändern. Bislang galt für die normotherme Maschinenperfusion (NMP) im Vergleich zur statischen Kaltlagerung (SCS), dass weder ein Nutzen noch ein Schaden belegt ist.
Für die aktuelle Auswertung wurden randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) eingeschlossen, die patientenrelevante Endpunkte bei Spenderlebern nach Hirntod (DBD) untersuchten. Insgesamt konnten Daten aus vier abgeschlossenen RCTs in die Metaanalysen einfließen.
💡Praxis-Tipp
Gemäß der aktuellen IQWiG-Auswertung bietet die normotherme Maschinenperfusion bei Lebertransplantaten von hirntoten Spendern (DBD) derzeit keinen statistisch belegbaren klinischen Vorteil gegenüber der etablierten statischen Kaltlagerung. Es wird darauf hingewiesen, dass sich dies auf harte patientenrelevante Endpunkte wie das Überleben oder den Transplantatverlust nach einem Jahr bezieht.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht lässt sich auf Basis der aktuellen Studienlage kein statistisch signifikanter Unterschied bei der Gesamtmortalität nach einem Jahr feststellen. Die Überlebensraten sind im Vergleich zur statischen Kaltlagerung vergleichbar.
Die Metaanalysen des Berichts zeigen keinen signifikanten Vorteil der Methode in Bezug auf primäres Transplantatversagen oder den Transplantatverlust nach einem Jahr. Beide Verfahren weisen hier ähnliche Ergebnisse auf.
Es wird im Bericht dargelegt, dass die Dauer des Krankenhausaufenthalts sowie die Verweildauer auf der Intensivstation zwischen den beiden Konservierungsmethoden nicht signifikant abweichen.
Das IQWiG konnte im Rahmen der Recherche keine laufenden Studien identifizieren, die zeitnah den Nachweis von Nutzen oder Schädlichkeit der Methode erbringen könnten. Eine zuvor bekannte Studie wurde wegen langsamer Rekrutierung abgebrochen.
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Quelle: IQWiG H25-02: Extrakorporale Diagnose und Behandlung von Lebertransplantaten unter Vermeidung einer Kaltkonservierung - 2. Addendum zum Projekt H21-12 (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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