USgHIFU bei Knochenmetastasen: IQWiG-Bewertung
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht H16-02G aus dem Jahr 2017 bewertet die sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie (USgHIFU). Im Fokus der Bewertung steht der Einsatz bei nicht chirurgisch behandelbaren, sekundären bösartigen Neubildungen des Knochens und des Knochenmarks.
Bei der USgHIFU-Methode wird diagnostischer Ultraschall zur Bildgebung mit therapeutischem, hochintensivem Ultraschall kombiniert. Ziel ist es, das Tumorgewebe durch thermische und mechanische Effekte nichtinvasiv zu zerstören, wobei das zerstörte Gewebe über das Immunsystem abtransportiert werden soll.
Sekundäre Knochentumoren erfordern in der Regel ein interdisziplinäres Vorgehen. Die Standardversorgung umfasst laut Bericht operative Stabilisierungen bei Bruchgefahr, Strahlentherapie sowie medikamentöse Ansätze wie Bisphosphonate oder Denosumab zur Schmerzlinderung.
Empfehlungen
Bewertungsgrundlage
Der Bericht stellt fest, dass für die Bewertung der USgHIFU bei nicht resektablen sekundären Knochentumoren keine relevanten Studiendaten eingereicht wurden. Die vorgelegten Publikationen bezogen sich auf andere Indikationen oder primäre Knochentumoren.
Schlussfolgerung zum Nutzen
Aufgrund der fehlenden Datenlage formuliert das Institut folgende zentrale Ergebnisse zur Potenzialbewertung:
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Es lässt sich weder ein Nutzen noch ein Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative ableiten.
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Eine Überlegenheit gegenüber der etablierten Standardtherapie ist nicht belegt.
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Es werden keine Eckpunkte für eine Erprobungsstudie konkretisiert, da die Erfolgsaussichten mangels Potenzial nicht beurteilt werden können.
Methodische Aspekte
Das Institut weist auf deutliche methodische Mängel in den eingereichten Unterlagen hin. Es wird kritisiert, dass systematische Literaturrecherchen unzureichend durchgeführt und relevante Studienregister nicht adäquat durchsucht wurden.
Kontraindikationen
Laut den im Bericht zitierten Herstellerangaben bestehen für die USgHIFU-Therapie spezifische Kontraindikationen bezüglich der Lokalisation.
Eine Behandlung ist demnach kontraindiziert bei Tumoren im Bereich des Kopfes, der Wirbelsäule und des Wirbelkanals.
💡Praxis-Tipp
Da der Bericht mangels Datenlage kein Potenzial für die USgHIFU bei sekundären Knochentumoren ableitet, wird in der klinischen Praxis weiterhin auf etablierte Standardverfahren verwiesen. Es wird betont, dass bei inoperablen Knochenmetastasen primär bewährte interdisziplinäre Konzepte wie Strahlentherapie und medikamentöse Osteoprotektion zum Einsatz kommen sollten.
Häufig gestellte Fragen
Die USgHIFU ist eine Methode, die diagnostischen Ultraschall mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall kombiniert. Laut IQWiG-Bericht soll sie Tumorgewebe durch thermische und mechanische Effekte zerstören.
Nein, der Bericht leitet weder einen Nutzen noch ein Potenzial für diese Methode bei sekundären Knochentumoren ab. Grund dafür ist das vollständige Fehlen relevanter Studiendaten für diese spezifische Indikation.
Gemäß den Herstellerunterlagen im Bericht ist das Verfahren bei bestimmten anatomischen Lokalisationen kontraindiziert. Dazu gehören Tumoren des Kopfes, der Wirbelsäule und des Wirbelkanals.
Als bisherige Standardversorgung nennt der Bericht unter anderem die Strahlentherapie und operative Stabilisierungen bei Bruchgefahr. Zudem wird die Gabe von Bisphosphonaten oder Denosumab zur Schmerzbehandlung aufgeführt.
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Quelle: IQWiG H16-02G: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie bei sekundären bösartigen Neubildungen des Knochens - Bewertung gemäß §137h SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.