IQWiG2018

USgHIFU bei Pankreaskarzinom: IQWiG-Bericht

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist ein Addendum zur Bewertung der sonografiegesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie (USgHIFU). Er untersucht die Anwendung bei inoperablen bösartigen Neubildungen des Pankreas.

Ziel der Untersuchung war es, neuere Studien zu identifizieren, die den Nutzen der Methode belegen oder die bisherige Einschätzung des Potenzials gemäß § 137h SGB V verändern könnten.

Dabei wurden zwei Fragestellungen fokussiert: Der Einsatz von USgHIFU zusätzlich zu einer Chemo- oder Radiochemotherapie sowie der Einsatz zusätzlich zu einer reinen Palliativversorgung.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht kommt nach der systematischen Literaturrecherche zu folgenden zentralen Ergebnissen:

Identifizierte Studienlage

Es wurden drei zusätzliche randomisierte kontrollierte Studien aus China identifiziert. Laut Bericht weisen diese jedoch eine sehr geringe Ergebnissicherheit auf und sind hochgradig verzerrt.

Die Übertragbarkeit auf das deutsche Gesundheitssystem wird als fraglich eingestuft. Daher sind die Studien nicht geeignet, einen hinreichenden Nutzenbeleg zu liefern.

Bewertung des Potenzials

Trotz der methodischen Mängel der neuen Studien ändert sich die grundsätzliche Einschätzung nicht. Dem Verfahren wird weiterhin ein Potenzial für inoperable Pankreaskarzinome attestiert:

  • Als zusätzliche Therapie im Vergleich zu einer alleinigen Chemo- oder Radiochemotherapie

  • Als zusätzliche Therapie im Vergleich zu einer reinen Palliativversorgung

Laufende Studien und Ausblick

Eine in Deutschland laufende Studie (HIFU-PC15) schließt derzeit Patienten ein. Aufgrund der geringen Fallzahl ist laut Bericht jedoch unklar, ob diese zeitnah einen Nutzenbeleg liefern kann.

Es wird betont, dass die Durchführung einer größeren, methodisch hochwertigen Erprobungsstudie weiterhin notwendig erscheint.

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💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass publizierte Studien aus dem asiatischen Raum zur USgHIFU-Therapie häufig methodische Mängel aufweisen und nicht unkritisch auf die deutsche Versorgungssituation übertragen werden können. Es wird hervorgehoben, dass ein formaler Nutzenbeleg für das Verfahren beim inoperablen Pankreaskarzinom derzeit noch aussteht.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht liegt aktuell kein hinreichender Nutzenbeleg für die sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie vor. Die bisherigen Studien weisen eine zu geringe Ergebnissicherheit auf.

Ja, der Bericht attestiert dem Verfahren weiterhin ein Potenzial gemäß § 137h SGB V. Dies gilt sowohl als Ergänzung zur Chemotherapie als auch zur reinen Palliativversorgung.

Der Bericht erwähnt die laufende HIFU-PC15-Studie am Universitätsklinikum Bonn. Es wird jedoch angemerkt, dass deren Fallzahl voraussichtlich zu gering ist, um zeitnah einen definitiven Nutzenbeleg zu erbringen.

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Quelle: IQWiG H18-01: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie bei bösartigen Neubildungen des Pankreas – 2. Addendum zum Auftrag H16-02C (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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