IQWiG2021Neurologie

Cenobamat: Indikation & Therapie bei fokaler Epilepsie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit einem Addendum zur Nutzenbewertung von Cenobamat. Cenobamat wird bei Erwachsenen mit Epilepsie zur adjunktiven Behandlung fokaler Anfälle eingesetzt.

Die Indikation umfasst Patientinnen und Patienten, deren Anfälle trotz einer Vorbehandlung mit mindestens zwei antiepileptischen Arzneimitteln nicht ausreichend kontrolliert sind.

Im Rahmen des Stellungnahmeverfahrens legte der pharmazeutische Unternehmer neue Berechnungen zur Größe der Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vor. Das vorliegende Dokument bewertet die Validität dieser epidemiologischen Schätzungen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Auswertung von epidemiologischen Routinedaten zur Epilepsie weist das IQWiG darauf hin, dass eine einzelne ICD-10-Diagnose ohne Validierung in einem weiteren Quartal zu einer Überschätzung der Prävalenz führen kann. Zudem wird betont, dass der Anteil fokaler Epilepsien bei Erwachsenen laut zitierten Literaturdaten bis zu 78,5 Prozent betragen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Fachinformation wird Cenobamat bei Erwachsenen zur adjunktiven Behandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung eingesetzt. Voraussetzung ist, dass die Anfälle trotz Vorbehandlung mit mindestens zwei Antiepileptika nicht ausreichend kontrolliert sind.

Das IQWiG schätzt die Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 52.905 bis 167.469 Patientinnen und Patienten. Diese Spanne ergibt sich aus unterschiedlichen Annahmen zum tatsächlichen Anteil fokaler Epilepsien an allen Epilepsie-Erkrankungen.

Basierend auf der im Bericht zitierten Literatur geht das IQWiG davon aus, dass etwa 72 Prozent der Patientinnen und Patienten, die eine zweite Therapielinie erhalten, keine Anfallsfreiheit mit genau zwei antiepileptischen Wirkstoffen erreichen.

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Quelle: IQWiG G21-30: Cenobamat (Epilepsie) - Addendum zum Auftrag A21-78 (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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