Diflunisal bei hATTR-Amyloidose: Dosierung und Therapie
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Diflunisal im Rahmen der frühen Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V.
Diflunisal ist zugelassen für erwachsene Patientinnen und Patienten mit Polyneuropathie im Stadium 1 oder 2 zur Behandlung der hereditären Transthyretin-vermittelten Amyloidose (hATTR-Amyloidose).
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) der Wirkstoff Vutrisiran festgelegt.
💡Praxis-Tipp
Da Diflunisal zu den NSAR gehört, wird in der Fachinformation vor der gleichzeitigen Anwendung mit anderen NSAR, Antikoagulanzien oder Lithium gewarnt. Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Wirkstoff die üblichen Anzeichen einer Infektion maskieren kann, was eine erhöhte klinische Wachsamkeit bei Verdachtsfällen erfordert.
Häufig gestellte Fragen
Die empfohlene Dosis beträgt laut Fachinformation zweimal täglich eine Tablette zu 250 mg. Die Einnahme sollte unzerkaut und vorzugsweise zu einer Mahlzeit erfolgen.
Der IQWiG-Bericht stuft den Zusatznutzen von Diflunisal im Vergleich zu Vutrisiran als nicht belegt ein. Es lagen keine geeigneten Studiendaten für einen direkten Vergleich vor.
Bei leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei einer schweren Nierenfunktionsstörung (GFR ≤ 30 ml/min) ist das Medikament jedoch kontraindiziert.
Die Jahrestherapiekosten für Diflunisal belaufen sich laut Dossierbewertung auf etwa 92.864 Euro pro Patient. Im Vergleich dazu liegen die Kosten für die zweckmäßige Vergleichstherapie Vutrisiran bei rund 300.962 Euro.
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Quelle: IQWiG A25-144: Diflunisal (hereditäre Transthyretin-Amyloidose mit Polyneuropathie) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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