Riesenzellarteriitis: Upadacitinib-Therapie und Nutzen
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG aus dem Jahr 2025 stellt ein Addendum zur Nutzenbewertung von Upadacitinib bei Riesenzellarteriitis (RZA) dar. Es werden nachgereichte Daten des pharmazeutischen Unternehmers zur Studie SELECT-GCA bewertet.
Im Fokus der Bewertung stehen erwachsene Personen mit neu aufgetretener RZA, für die eine alleinige Therapie mit Glukokortikoiden (GC) infrage kommt. Das Addendum analysiert spezifisch verschiedene Operationalisierungen des Endpunkts Remission sowie patientenberichtete Endpunkte.
Ein zentraler Diskussionspunkt ist die Definition einer klinisch relevanten Remission. Hierbei wird insbesondere der Einfluss von zielgerichteten Therapien auf Entzündungsparameter methodisch beleuchtet.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass Akut-Phase-Proteine wie das CRP unter einer Therapie mit JAK-Inhibitoren unabhängig von der tatsächlichen klinischen Verbesserung sinken können. Es wird betont, dass ein symptomatisches RZA-Rezidiv nicht zwangsläufig mit einer CRP- oder ESR-Erhöhung einhergehen muss. Eine rein laborchemische Beurteilung der Remission kann daher zu einer Fehleinschätzung der Krankheitsaktivität führen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Upadacitinib im Vergleich zur alleinigen Glukokortikoid-Therapie nicht belegt. Zwar gab es signifikante Effekte bei der Remission, deren Ausmaß wurde jedoch als geringfügig bewertet.
Der Bericht argumentiert, dass JAK-Inhibitoren wie Upadacitinib das CRP direkt senken können, auch wenn keine klinische Besserung vorliegt. Dies würde in Studien zu einem unfairen Vorteil für den Interventionsarm führen.
Das IQWiG definiert eine anhaltende Remission als die Abwesenheit von spürbaren RZA-Symptomen bei einer gleichzeitigen Glukokortikoid-Dosis von maximal 5 mg pro Tag über einen Zeitraum von 16 Wochen. Laborwerte fließen in diese Definition nicht ein.
Gemäß der Auswertung der patientenberichteten Endpunkte, wie dem SF-36 oder dem FACIT-Fatigue, zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede. Es ergab sich kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen bezüglich der Lebensqualität oder Fatigue.
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Quelle: IQWiG A25-125: Upadacitinib (Riesenzellarteriitis) – Addendum zum Projekt A25-66 (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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