Isatuximab: Indikation bei Multiplem Myelom vor SZT
Hintergrund
Die vorliegende IQWiG-Nutzenbewertung aus dem Jahr 2025 untersucht den Wirkstoff Isatuximab. Er wird in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (Isa-VRd) zur Induktionstherapie bei Erwachsenen mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom bewertet, für die eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) infrage kommt.
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) führte die Bewertung auf Basis eines Herstellerdossiers durch. Ziel war es, den Zusatznutzen gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie zu ermitteln.
Die zweckmäßige Vergleichstherapie umfasst laut G-BA spezifische Induktionsschemata, gefolgt von einer Hochdosistherapie mit Melphalan, einer ASZT und definierten Konsolidierungs- sowie Erhaltungstherapien.
💡Praxis-Tipp
Laut Fachinformation bindet Isatuximab an CD38 auf Erythrozyten, was den indirekten Coombs-Test für bis zu 6 Monate nach der letzten Infusion verfälschen kann. Es wird dringend angeraten, vor der ersten Infusion eine Blutgruppenbestimmung und ein Antikörperscreening durchzuführen sowie die Blutbank über die Therapie zu informieren. Zudem kann der Antikörper in der Serum-Protein-Elektrophorese als M-Protein imponieren und die Bestimmung einer kompletten Remission erschweren.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Nutzenbewertung 2025 ist ein Zusatznutzen für die Induktionstherapie vor einer Stammzelltransplantation nicht belegt. Die vorgelegten Studiendaten entsprachen nicht der vom G-BA geforderten zweckmäßigen Vergleichstherapie.
Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg/kg Körpergewicht als intravenöse Infusion. Eine Dosisreduktion ist laut Fachinformation nicht vorgesehen; bei Nebenwirkungen wird stattdessen ein Pausieren der Therapie empfohlen.
Es wird eine Kombination aus Dexamethason, Paracetamol, einem H2-Antagonisten/PPI, Diphenhydramin und (zumindest im ersten Zyklus) Montelukast empfohlen. Diese Medikamente sollen 15 bis 60 Minuten vor der Infusion verabreicht werden.
Da Isatuximab den indirekten Coombs-Test verfälschen kann, wird eine Blutgruppenbestimmung und ein Antikörperscreening vor der ersten Infusion empfohlen. Die Blutbank sollte über die laufende Antikörpertherapie informiert werden.
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Quelle: IQWiG A25-105: Isatuximab (neu diagnostiziertes multiples Myelom, Stammzelltransplantation geeignet) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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