IQWiG2025Onkologie

Amivantamab (NSCLC): Therapie bei EGFR-Exon-20-Mutation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Amivantamab ist in Kombination mit Carboplatin und Pemetrexed zur Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen. Voraussetzung für diese Therapie ist das Vorliegen einer aktivierenden Exon-20-Insertionsmutation des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR).

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer Dossierbewertung untersucht, ob diese Kombinationstherapie einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet. Als Vergleichstherapie definierte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) eine platinbasierte Chemotherapie (Cisplatin oder Carboplatin) in Kombination mit einem Drittgenerationszytostatikum.

Die Bewertung des IQWiG basiert auf der offenen, randomisierten Phase-3-Studie PAPILLON. In dieser Studie wurde die Dreifachkombination aus Amivantamab, Carboplatin und Pemetrexed direkt mit der alleinigen Gabe von Carboplatin und Pemetrexed verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das IQWiG weist darauf hin, dass vor Beginn einer Therapie mit Amivantamab der EGFR-Mutationsstatus zwingend durch eine validierte Testmethode nachgewiesen werden muss. Fällt ein Plasmatest negativ aus, wird die Testung von Tumorgewebe empfohlen, da Plasmatests falsch-negative Ergebnisse liefern können.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG bemängelt, dass der pharmazeutische Unternehmer für den aktuellsten Datenschnitt der PAPILLON-Studie nur Daten zum Gesamtüberleben eingereicht hat. Da aktuelle Auswertungen zu Nebenwirkungen und Lebensqualität fehlten, wurde das Dossier als unvollständig eingestuft.

Die Therapie erfolgt in 21-Tage-Zyklen in Kombination mit Carboplatin und Pemetrexed. Die Dosis von Amivantamab richtet sich nach dem Körpergewicht (Grenze bei 80 kg) und erfordert im ersten Zyklus eine geteilte Gabe an Tag 1 und 2.

Zur Vermeidung von infusionsbedingten Reaktionen wird vor Amivantamab eine Prämedikation mit Glukokortikoiden, Antihistaminika und Antipyretika empfohlen. Für Pemetrexed ist eine Supplementierung mit Folsäure und Vitamin B12 sowie die Gabe von Kortikosteroiden erforderlich.

Laut Fachinformation sollte die Behandlung bei symptomatischer Pneumonitis (CTCAE-Grad ≥ 2) sofort unterbrochen werden. Bestätigt sich eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD) oder Pneumonitis, wird der vollständige Abbruch der Medikation empfohlen.

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Quelle: IQWiG A25-10: Amivantamab (NSCLC, Kombination mit Carboplatin und Pemetrexed) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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