Pembrolizumab (NSCLC): Indikation bei PD-L1-Status < 1%
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertete Pembrolizumab zur neoadjuvanten und adjuvanten Behandlung des resezierbaren nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC). Diese Bewertung bezieht sich spezifisch auf die Subgruppe der Patienten mit hohem Rezidivrisiko und einer Tumorzell-PD-L1-Expression von unter 1 %.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie definierte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) eine patientenindividuelle neoadjuvante platinbasierte Chemotherapie. Daran sollte sich postoperativ Best Supportive Care (BSC) anschließen.
Laut Bericht wurde diese Vergleichstherapie in der Zulassungsstudie KEYNOTE-671 nicht adäquat umgesetzt, da die Prüfärzte in der Wahl der Chemotherapie eingeschränkt waren. Zudem entsprachen die Folgetherapien nach einem Krankheitsrückfall nicht dem aktuellen medizinischen Standard, was die Interpretation der Überlebensdaten einschränkt.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass die Wahl der Folgetherapie nach einem Rezidiv entscheidend für das Gesamtüberleben ist. Es wird kritisiert, dass in der Studie zu wenige Patienten nach einem Progress leitliniengerecht mit Immuncheckpoint-Inhibitoren behandelt wurden. Dies unterstreicht die Wichtigkeit einer adäquaten, molekular stratifizierten Zweitlinientherapie im klinischen Alltag.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen für diese spezifische Patientengruppe nicht belegt. Es zeigten sich keine signifikanten Vorteile beim ereignisfreien Überleben, jedoch Nachteile bei den Nebenwirkungen.
Der Bericht bemängelt, dass die systemischen Folgetherapien nach einem Rezidiv nicht dem aktuellen Therapiestandard entsprachen. Insbesondere erhielten zu wenige Patienten im Vergleichsarm einen Immuncheckpoint-Inhibitor in der Folgetherapie.
Die Auswertung zeigt signifikante Nachteile durch vermehrte immunvermittelte schwerwiegende unerwünschte Ereignisse. Zudem traten periphere Ödeme sowie Beschwerden am Verabreichungsort häufiger auf.
Die Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität konnten vom IQWiG nicht verwertet werden. Als Grund werden zu lange erhebungsfreie Zeiträume zwischen der neoadjuvanten und adjuvanten Phase sowie stark abnehmende Rücklaufquoten der Fragebögen genannt.
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Quelle: IQWiG A24-93: Pembrolizumab (NSCLC, neoadjuvant + adjuvant) – Addendum zum Projekt A24-46 (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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