IQWiG2024Neurologie

Cannabidiol bei LGS: Therapie, Dosierung & Indikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung A23-120 untersucht den Zusatznutzen von Cannabidiol in Kombination mit Clobazam. Das Anwendungsgebiet umfasst die Zusatztherapie von Krampfanfällen im Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom bei Personen ab 2 Jahren.

Das Lennox-Gastaut-Syndrom gilt als eine der am schwersten zu behandelnden Epilepsieformen. Es zeichnet sich durch therapieresistente Krampfanfälle aus, bei denen in der klinischen Praxis meist nur eine Linderung der Symptomatik erreicht werden kann.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine patientenindividuelle antiepileptische Zusatztherapie festgelegt. Diese soll unter Auswahl verschiedener Wirkstoffe und unter Berücksichtigung der individuellen Vortherapien erfolgen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass Cannabidiol dosisbezogene Erhöhungen der Lebertransaminasen verursachen kann, insbesondere bei gleichzeitiger Gabe von Valproat. Es wird eine engmaschige Kontrolle der Leberwerte vor Therapiebeginn sowie nach 1, 3 und 6 Monaten empfohlen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Einnahme konsequent in Bezug auf die Nahrungsaufnahme erfolgen soll, da Nahrung die Bioverfügbarkeit signifikant verändert.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG bemängelt, dass in den Zulassungsstudien die vom G-BA geforderte patientenindividuelle Vergleichstherapie nicht umgesetzt wurde. Die Kontrollgruppe erhielt lediglich Placebo zur bestehenden, unveränderten Basistherapie, anstatt die Medikation individuell zu optimieren.

Laut Fachinformation wird mit einer Dosis von 5 mg/kg/Tag (aufgeteilt auf zwei Gaben) für eine Woche begonnen. Danach erfolgt eine Steigerung auf die Erhaltungsdosis von 10 mg/kg/Tag, welche bei Bedarf schrittweise auf bis zu 20 mg/kg/Tag erhöht werden kann.

Es wird die Bestimmung der Serumtransaminasen und des Gesamtbilirubins vor Behandlungsbeginn empfohlen. Weitere Kontrollen sollen routinemäßig nach 1, 3 und 6 Monaten sowie bei Dosisänderungen erfolgen.

Die Zulassung für das Lennox-Gastaut-Syndrom sieht explizit die Anwendung als Zusatztherapie in Verbindung mit Clobazam vor. Bei der Kombination mit anderen Antiepileptika wie Valproat wird aufgrund möglicher Leberschäden zu besonderer Vorsicht geraten.

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Quelle: IQWiG A23-120: Cannabidiol (Lennox-Gastaut-Syndrom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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