IQWiG2023Onkologie

Trastuzumab-Deruxtecan: HER2+ Mammakarzinom Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Artikel basiert auf der IQWiG-Dossierbewertung (A22-81) zum Wirkstoff Trastuzumab-Deruxtecan. Bewertet wird der Einsatz als Monotherapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit inoperablem oder metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs.

Die Bewertung bezieht sich spezifisch auf die Patientengruppe, die bereits mindestens zwei gegen HER2 gerichtete Vorbehandlungen erhalten hat. Das metastasierte HER2-positive Mammakarzinom gilt als unheilbare Erkrankung, bei der in späteren Therapielinien aufgrund von Resistenzbildungen ein hoher therapeutischer Bedarf besteht.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine Therapie nach ärztlicher Maßgabe festgelegt. Hierzu zählen Kombinationen wie Lapatinib mit Capecitabin, Trastuzumab mit Capecitabin oder Trastuzumab mit Lapatinib (letzteres nur bei hormonrezeptornegativem Status).

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💡Praxis-Tipp

Ein besonderes Augenmerk ist auf die pulmonale Toxizität von Trastuzumab-Deruxtecan zu richten. Bei neu auftretenden oder sich verschlechternden Atemwegssymptomen wird eine sofortige hochauflösende CT-Untersuchung empfohlen, da interstitielle Lungenerkrankungen (ILD) unter dieser Therapie potenziell letal verlaufen können. Bereits bei einer symptomatischen ILD ab Grad 2 ist das Medikament zwingend und dauerhaft abzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Dossierbewertung ist der Zusatznutzen in dieser spezifischen Indikation (nach mindestens 2 gegen HER2 gerichteten Vortherapien) nicht belegt. Dies liegt an fehlenden randomisierten, direkt vergleichenden Studiendaten zum Zeitpunkt der Bewertung.

Die empfohlene Dosis beträgt 5,4 mg/kg Körpergewicht. Sie wird alle 3 Wochen als intravenöse Infusion verabreicht.

Die erste Infusion ist über einen Zeitraum von 90 Minuten zu verabreichen. Wenn diese gut vertragen wird, können alle folgenden Infusionen über 30 Minuten gegeben werden.

Vor Therapiebeginn und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung wird eine Kontrolle der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) empfohlen. Fällt die LVEF auf unter 40 %, ist das Medikament dauerhaft abzusetzen.

Bei Verdacht auf eine Pneumonitis oder interstitielle Lungenerkrankung wird eine sofortige radiologische Abklärung (CT) angeraten. Bei einer symptomatischen Ausprägung (ab Grad 2) ist die Therapie dauerhaft zu beenden und eine Behandlung mit Kortikosteroiden zu starten.

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Quelle: IQWiG A22-81: Trastuzumab-Deruxtecan (Mammakarzinom, HER2+, mind. 2 Vortherapien) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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