IQWiG2022Onkologie

Gallenkarzinom: Pembrolizumab-Therapie bei MSI-H/dMMR

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen von Pembrolizumab. Das Anwendungsgebiet umfasst die Monotherapie bei Erwachsenen mit nicht resezierbarem oder metastasierendem biliären Karzinom.

Voraussetzung für die Behandlung ist das Vorliegen einer hochfrequenten Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H) oder einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR). Zudem muss ein Fortschreiten der Erkrankung während oder nach mindestens einer vorherigen Therapie vorliegen.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine Therapie nach ärztlicher Maßgabe festgelegt. Diese umfasst unter anderem Pemigatinib bei FGFR2-Fusionen oder Best Supportive Care (BSC).

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Bericht wird bei einem initialen Befund eines Fortschreitens der Krebserkrankung empfohlen, klinisch stabile Personen bis zur Bestätigung der Progression weiter zu behandeln. Dies begründet sich durch das beobachtete Phänomen des atypischen Ansprechens, bei dem es vor einer Tumorregression zu einem vorübergehenden Tumorwachstum kommen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG ist Pembrolizumab für Erwachsene mit nicht resezierbarem oder metastasierendem biliären Karzinom zugelassen. Voraussetzung ist ein bestätigter MSI-H- oder dMMR-Status sowie ein Progress nach mindestens einer Vortherapie.

Der IQWiG-Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass ein Zusatznutzen nicht belegt ist. Die vom Hersteller vorgelegten indirekten Studienvergleiche wurden als methodisch ungeeignet eingestuft.

Es wird empfohlen, systemische Kortikosteroide vor Therapiebeginn zu vermeiden, da sie die Wirksamkeit von Pembrolizumab beeinträchtigen können. Nach Therapiebeginn können sie jedoch zur Behandlung von immunvermittelten Nebenwirkungen eingesetzt werden.

Die empfohlene Dosis beträgt entweder 200 mg alle drei Wochen oder 400 mg alle sechs Wochen. Die Verabreichung erfolgt laut Fachinformation als 30-minütige intravenöse Infusion.

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Quelle: IQWiG A22-79: Pembrolizumab (Gallenkarzinom) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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