Relugolix bei Prostatakarzinom: IQWiG-Nutzenbewertung
Hintergrund
Die IQWiG-Nutzenbewertung aus dem Jahr 2023 untersucht den Zusatznutzen von Relugolix bei erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem hormonsensitivem Prostatakarzinom.
Als Vergleich dient die zweckmäßige Vergleichstherapie, die je nach Krankheitsstadium und Therapiemöglichkeiten variiert.
Relugolix ist ein oraler Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Rezeptorantagonist zur Androgendeprivationstherapie (ADT).
Die Bewertung basiert primär auf den Daten der HERO-Studie, in der Relugolix mit Leuprorelin verglichen wurde.
💡Praxis-Tipp
Da Relugolix im Gegensatz zu GnRH-Agonisten keinen initialen Testosteronanstieg (Flare-up-Phänomen) induziert, ist die zusätzliche Gabe eines Antiandrogens zu Beginn der Therapie nicht erforderlich. Dies vereinfacht den Therapiestart im Vergleich zu etablierten Depot-Formulierungen.
Häufig gestellte Fragen
Die Therapie beginnt mit einer Aufsättigungsdosis von 360 mg am ersten Tag. Ab dem zweiten Tag wird eine Erhaltungsdosis von 120 mg einmal täglich eingenommen.
Nein, laut Fachinformation induziert Relugolix keinen Testosteronanstieg. Daher ist eine zusätzliche Antiandrogen-Gabe zu Therapiebeginn nicht notwendig.
Die IQWiG-Nutzenbewertung sieht keinen belegten Zusatznutzen für Relugolix im Vergleich zu Leuprorelin. In der HERO-Studie zeigten sich keine signifikanten Unterschiede beim Gesamtüberleben oder bei schweren Nebenwirkungen.
Eine versäumte Dosis sollte eingenommen werden, sobald es bemerkt wird. Wenn mehr als 12 Stunden vergangen sind, darf die Dosis nicht nachgeholt werden und die reguläre Einnahme wird am nächsten Tag fortgesetzt.
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Quelle: IQWiG A22-108: Relugolix (Prostatakarzinom) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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