Sucroferric Oxyhydroxid: Therapie bei Kindern mit CKD
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A20-120 bewertet den Zusatznutzen von Sucroferric Oxyhydroxid zur Kontrolle des Serumphosphatspiegels. Das Anwendungsgebiet umfasst Kinder und Jugendliche ab 2 Jahren mit einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) im Stadium 4 bis 5 oder mit dialysepflichtiger CKD.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine Behandlung nach Maßgabe des Arztes festgelegt. Hierbei können kalziumhaltige Phosphatbinder oder Sevelamercarbonat zum Einsatz kommen.
Der pharmazeutische Unternehmer reichte für die Bewertung die Studie PA-CL-PED-01 ein. Diese verglich Sucroferric Oxyhydroxid direkt mit Kalziumazetat bei Kindern und Jugendlichen.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass Sucroferric Oxyhydroxid verfärbten, schwarzen Stuhl verursachen kann, was eine gastrointestinale Blutung optisch maskieren könnte. Es wird jedoch betont, dass das Medikament keine Auswirkungen auf gängige Okkultbluttests auf Guajak-Basis oder immunologische Tests hat.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht waren die Daten der vorgelegten Studie aufgrund massiver Therapieabbrüche und einer zu kurzen Beobachtungsdauer nicht verwertbar. Zudem fehlten Daten zu patientenrelevanten Endpunkten wie Lebensqualität oder Folgekomplikationen.
Die Einnahme erfolgt als Kautablette oder Pulver zusammen mit den Mahlzeiten. Die Tagesdosis sollte dabei über die Mahlzeiten mit dem höchsten Phosphatgehalt verteilt werden.
Der Bericht definiert eine Therapie nach Maßgabe des Arztes als Vergleichstherapie. Hierbei werden kalziumhaltige Phosphatbinder und Sevelamercarbonat als mögliche Optionen genannt.
Das Medikament ist zur Kontrolle des Serumphosphatspiegels bei Kindern und Jugendlichen ab 2 Jahren zugelassen. Voraussetzung ist ein CKD-Stadium 4 bis 5 oder eine dialysepflichtige chronische Nierenerkrankung.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: IQWiG A20-120: Sucroferric Oxyhydroxid (Hyperphosphatämie bei Kindern und Jugendlichen ab 2 Jahren im CKD-Stadium 4 - 5 oder mit einer dialysepflichtigen CKD) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
IQWiG A14-37: Sucroferric Oxyhydroxid - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung)
IQWiG A13-15: Colestilan - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung)
IQWiG A24-14: Patiromer (Hyperkaliämie bei Kindern und Jugendlichen) - Nutzenbewertung gemäß §35a SGB V
IQWiG A22-11: Burosumab (X-chromosomale Hypophosphatämie) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A21-40: Natriumzirkoniumcyclosilikat (Hyperkaliämie) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A22-88: Burosumab (FGF23-bedingter Hypophosphatämie) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A24-67: Vadadustat (Anämie bei dialysepflichtiger, chronischer Nierenerkrankung) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A21-117: Roxadustat (Anämie) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen