Nivolumab bei Nierenzellkarzinom: Erstlinientherapie
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Nivolumab in Kombination mit Cabozantinib. Die Bewertung bezieht sich auf die Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom.
Die Zielpopulation wird anhand des Risikoprofils nach dem IMDC-Score (International Metastatic Renal Cell Carcinoma Database Consortium) in zwei Gruppen unterteilt. Dies umfasst Personen mit günstigem Risikoprofil sowie solche mit intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil.
Laut Bericht besteht trotz verfügbarer zielgerichteter Systemtherapien weiterhin ein therapeutischer Bedarf an neuen Behandlungsoptionen. Ziel ist es, Langzeitremissionen zu erzielen und das Gesamtüberleben der Betroffenen zu verlängern.
💡Praxis-Tipp
Unter der Kombinationstherapie von Nivolumab und Cabozantinib treten häufiger Grad-3- und Grad-4-Anstiege der Leberenzyme (ALT und AST) auf als unter einer Nivolumab-Monotherapie. Der Bericht betont die Notwendigkeit, die Leberwerte vor Therapiebeginn und regelmäßig im Verlauf zu kontrollieren. Zudem wird auf das Risiko immunvermittelter Nebenwirkungen hingewiesen, die auch Wochen oder Monate nach der letzten Gabe auftreten können.
Häufig gestellte Fragen
Die Kombination ist für die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms bei Erwachsenen zugelassen. Der IQWiG-Bericht bewertet den Zusatznutzen in genau dieser Indikation.
Das IQWiG sieht einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie als nicht belegt an. Dies gilt sowohl für Personen mit günstigem als auch mit intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil.
Es lagen keine direkten Vergleichsstudien vor. Die vom pharmazeutischen Unternehmer eingereichten indirekten Vergleiche wurden aufgrund methodischer Mängel und fehlender separater Auswertungen für die Risikogruppen als ungeeignet bewertet.
Bei günstigem Risikoprofil ist Pembrolizumab plus Axitinib die festgelegte Vergleichstherapie. Bei intermediärem oder ungünstigem Profil kommen zusätzlich Avelumab plus Axitinib oder Nivolumab plus Ipilimumab infrage.
Laut Bericht kommt es im Vergleich zur Monotherapie häufiger zu schweren Anstiegen der Leberenzyme. Zudem wird auf das Risiko immunvermittelter, kardialer und pulmonaler Nebenwirkungen hingewiesen.
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Quelle: IQWiG A21-59: Nivolumab (Nierenzellkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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