IQWiG2021Onkologie

Niraparib: Erhaltungstherapie beim Ovarialkarzinom

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Nutzenbewertung A21-17 untersucht den Wirkstoff Niraparib. Er wird als Monotherapie zur Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit einem Rezidiv eines platinsensiblen, high-grade serösen epithelialen Ovarial-, Tuben- oder primären Peritonealkarzinoms eingesetzt. Voraussetzung ist, dass sich die Patientinnen nach einer platinbasierten Chemotherapie in Remission befinden.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie legte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Olaparib oder beobachtendes Abwarten fest. Für die Bewertung wurde ein indirekter Vergleich zwischen Niraparib und Olaparib über den Brückenkomparator Placebo herangezogen.

Die Datengrundlage bildeten die Studien NOVA (für Niraparib) sowie die Studien 19 und SOLO2 (für Olaparib). Die Auswertung erfolgte unabhängig vom BRCA-Mutationsstatus der Patientinnen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass das Risiko für schwere hämatologische Nebenwirkungen (insbesondere Thrombozytopenien) stark vom Körpergewicht und den Thrombozyten-Ausgangswerten abhängt. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Patientinnen mit einem Körpergewicht unter 58 kg oder niedrigen Thrombozytenzahlen eine reduzierte Startdosis von 200 mg erwogen werden kann, um Toxizitäten zu minimieren. Zudem wird eine engmaschige Blutdruckkontrolle empfohlen, da unter der Therapie hypertensive Krisen auftreten können.

Häufig gestellte Fragen

Die empfohlene Standard-Anfangsdosis beträgt 200 mg einmal täglich. Bei Patientinnen ab 77 kg Körpergewicht und Thrombozytenwerten ab 150.000/μl wird eine Startdosis von 300 mg empfohlen.

Laut IQWiG-Nutzenbewertung ergibt sich ein Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen von Niraparib im Vergleich zu Olaparib. Dies liegt an einem höheren Schaden im Bereich der schweren Nebenwirkungen.

Es wird empfohlen, im ersten Behandlungsmonat wöchentlich ein vollständiges Blutbild anzufertigen. Danach sollten die Kontrollen monatlich und später in regelmäßigen Abständen erfolgen, um hämatologische Toxizitäten frühzeitig zu erkennen.

Die Einnahme sollte einmal täglich zur etwa gleichen Uhrzeit erfolgen. Es wird darauf hingewiesen, dass eine Einnahme unmittelbar vor dem Schlafengehen helfen kann, Übelkeit zu vermeiden.

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Quelle: IQWiG A21-17: Niraparib (Ovarialkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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