IQWiG2018Onkologie

Ovarialkarzinom: Olaparib-Therapie und Zusatznutzen

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Olaparib als Monotherapie. Es geht um die Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit einem platinsensitiven Rezidiv eines high-grade epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms.

Die Patientinnen müssen zuvor auf eine platinbasierte Chemotherapie mit einem vollständigen oder partiellen Ansprechen reagiert haben. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde das Beobachtende Abwarten festgelegt.

Die Bewertung unterscheidet zwischen dem ursprünglich zugelassenen Anwendungsgebiet (BRCA-mutiert, serös) und dem neu hinzugekommenen Bereich (BRCA-Wildtyp, serös sowie nicht serös). Grundlage der Auswertung bilden die randomisierten kontrollierten Studien 19 und SOLO2.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht betont, dass Hartkapseln und Filmtabletten von Olaparib aufgrund unterschiedlicher Bioverfügbarkeit nicht direkt milligrammweise ausgetauscht werden dürfen. Es wird darauf hingewiesen, dass vor Therapiebeginn die Erholung von der hämatologischen Toxizität vorangegangener Therapien abgewartet werden muss. Zudem wird eine regelmäßige Kontrolle des großen Blutbilds, insbesondere in den ersten 12 Monaten, empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung gibt es bei Patientinnen mit seröser Histologie einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen. Bei nicht seröser Histologie ist ein Zusatznutzen mangels Daten nicht belegt.

Die Bewertung zeigt bei seröser Histologie keine relevanten Unterschiede zwischen Patientinnen mit und ohne BRCA-Mutation. Der geringe Zusatznutzen gilt in dieser Gruppe unabhängig vom Mutationsstatus.

Der Bericht stellt einen erheblichen höheren Schaden durch schwere unerwünschte Ereignisse fest. Dazu gehört insbesondere das Auftreten einer schweren Anämie (CTCAE-Grad ≥ 3).

Bei leichter Nierenfunktionseinschränkung ist keine Dosisanpassung nötig, bei mäßiger Einschränkung wird eine Dosisreduktion empfohlen. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion oder terminaler Niereninsuffizienz wird die Anwendung laut Dokument nicht empfohlen.

Die Dokumentation warnt davor, Kapseln und Tabletten 1:1 auszutauschen. Aufgrund unterschiedlicher Bioverfügbarkeit gelten spezifische Dosierungsempfehlungen für die jeweilige Darreichungsform.

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Quelle: IQWiG A18-36: Olaparib (Ovarial-, Eileiter-, Peritonealkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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