Niraparib bei Ovarialkarzinom: Leitlinien-Empfehlung
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist ein Addendum zur Nutzenbewertung von Niraparib. Er untersucht den Einsatz als Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit einem Rezidiv eines platinsensiblen, gering differenzierten serösen Ovarialkarzinoms.
Dies schließt auch Karzinome der Tuben oder eine primäre Peritonealkarzinose ein. Voraussetzung ist, dass sich die Patientinnen nach einer platinbasierten Chemotherapie in einer kompletten oder partiellen Remission befinden.
Anlass für das Addendum waren nachgereichte Auswertungen des pharmazeutischen Unternehmers zu unerwünschten Ereignissen (UE) aus der NOVA-Studie. Diese Daten wurden für einen adjustierten indirekten Vergleich zwischen Niraparib und der zweckmäßigen Vergleichstherapie Olaparib über den Brückenkomparator Placebo herangezogen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Verordnung von Niraparib als Erhaltungstherapie beim Ovarialkarzinom wird im Vergleich zu Olaparib ein höheres Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE-Grad ≥ 3) beschrieben. Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Aspekt bei der Therapieentscheidung und Aufklärung berücksichtigt werden sollte, da sich daraus laut IQWiG ein Anhaltspunkt für einen geringeren Gesamtnutzen ergibt.
Häufig gestellte Fragen
Das IQWiG sieht einen Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen von Niraparib gegenüber Olaparib. Dies begründet sich durch einen höheren Schaden im Bereich der schweren unerwünschten Ereignisse.
Der Bericht betrachtet erwachsene Patientinnen mit einem Rezidiv eines platinsensiblen, gering differenzierten serösen Ovarial-, Tuben- oder Peritonealkarzinoms. Diese müssen sich nach einer platinbasierten Chemotherapie in Remission befinden.
Laut der Bewertung ergab der indirekte Vergleich keinen statistisch signifikanten Unterschied im Gesamtüberleben zwischen den beiden Wirkstoffen. Der geringere Gesamtnutzen leitet sich rein aus dem Nebenwirkungsprofil ab.
Der pharmazeutische Unternehmer reichte korrigierte Auswertungen zu unerwünschten Ereignissen aus der NOVA-Studie nach. Zuvor gab es Diskrepanzen bei den Angaben zu Patientinnen unter Risiko im Zeitverlauf.
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Quelle: IQWiG A20-16: Niraparib (Ovarialkarzinom) - Addendum zum Auftrag A19-88 (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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